Ich denke in der Realität wird es Patek kaum möglich sein, einen Beweis für einen Wiederverkauf zu finden es sei denn der Tipp des Denunzianten ist ganz konkret und dann müsste Patek diese Uhr aufkaufen und dann den Namen der in Zertifikat steht abzugleichen und den betreffenden Konzessionär informieren bzw mit ihm zusammen arbeiten.
Da könnte ja jeder kommen und sagen Herr XY hat eine Nautilus an zb. Frank Schuster verkauft erstens weiß Patek nicht um welche Nautilus es sich handelt und dann müssten sie genau dieses Modell zurückkaufen, stelle ich mir sehr kompliziert in der Praxis vor.
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05.10.2019, 14:16 #1Gesperrter User
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05.10.2019, 15:14 #2
Stern sagt doch, dass sie rund 100 Exemplare kaufen. Und da sehen sie aus den Papieren sofort, wo die herkommen. Das sind natürlich nicht die Uhren, die privat in so Foren wie hier verkauft/getauscht werden, sondern die neuen, bzw. ungetragenen Uhren, die bei C24 und auf Börsen eingestellt werden. Bei den Tipp-Gebern wird es sich wahrscheinlich auch eher um andere Händler handeln. In Hongkong hatte ich in meinem Putonghua-Sprachkurs mal eine junge Engländerin, die für Schweizer Uhrenfirmen "Research" betrieben hat - hauptsächlich natürlich Nachforschungen, wo Fakes hergestellt werden. Aber auch, wo die Uhren bei den Grauen herkommen.
Beste Grüße, Florian
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06.10.2019, 20:53 #3
Ich denke nicht, dass Patek selbst daran interessiert ist, die „Wiederverkäufer“ zu finden, denn Patek könnte ja ohnehin nichts gegen die Wiederverkäufer unternehmen. Aber nach vielen Gesprächen mit meinem Händler weiß ich, das er sehr daran interessiert wäre, zu erfahren, welcher Kunde die Uhren um ihrer selbst Willen kauft und welcher den schnellen Euro sucht. Denn dann würde ihm die Verteilung der verfügbaren Uhren viel leichter fallen.
Grüsse, Florian
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05.10.2019, 14:31 #4ehemaliges mitgliedGast
danke für den Link!
"Sponsoring ist nicht unser Ding. Das machen wir nicht, zéro. Stattdessen mache ich lieber Veranstaltungen wie diese hier, die im Übrigen auch viel kosten. Wir haben auch keine Botschafter. Unser Star ist die Uhr, und um sie drehen sich auch unsere Kampagnen."
machmal sind die Dinge eben einfach, dazu noch eine Wertschätzung den Partnern / Konzis gegenüber und schon hat Mann eine Marke mit der Mann sich identifizieren kann.
Sehr sympathisch.
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05.10.2019, 15:42 #5Gesperrter User
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Am Ende ist es immer noch Business. Es werden sich immer „schwarze Schafe“ finden, die sich die Situation zunutze machen.
Vielleicht sollte er mal versuchen die Ursache, statt das Feuer selbst zu bekämpfen.
Heutzutage wird doch in einigen Bereichen die Nachfrage künstlich erzeugt.
Ich denke nicht, dass ihn die aktuelle Situation sonderlich stört. Warum auch?Geändert von datograph (05.10.2019 um 15:44 Uhr)
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05.10.2019, 18:01 #6
Ich bin bei Dir. Das gehört zum Nimbus dieser Marke. Alle anderen - Rolex ausgenommen - neiden es Patek. Deshalb will "dies" sorgsam gepflegt werden. SEINE Aufgabe
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08.10.2019, 17:54 #7
Ich hatte das ernst gemeint ... Nicht gut, sondern genau so, wie es eben da steht. Deswegen bin ich weder überrascht noch echouffiert. Ich sehe hier keine Gutmenschen. Das ganze darf eben auf die Spitze getrieben werden, darf dabei aber nicht abzustürzen. Genau da liegt die Kunst des Entwickelns "einer" wertvollen, "Superpremium" Marke.
Mal eine Frage eines Unwissenden an die Wissenden: verhält es sich denn bei den Damenhandtaschen anders? So eine Birkin-Tasche von Hermes (hoffentlich richtig?
) dürfte doch analog einer Nautilus zu sehen sein. Warten, zugeteilt bekommen, Limitierung, Graumarkt, ...
Gibt es bei unseren Damen ebenfalls Communities, die das alles aufmerksam verfolgen und kommentieren? Z.B. wie unfair, ungerecht ist das denn, ...
Aus dieser Perspektive, nur aus dieser, macht Patek vieles gut. Eben für die nachfolgende Generation
Das hat nichts mit hohen moralischen Vorstellungen zu tun. Andererseits soll es ja auch Künstler geben, die ihr knappes Schaffensgut auch nicht an jeden verkaufen. Und da lassen sie sich von niemandem leiten, außer von sich selbst. Hier mit einer Moralkeule zu kommen ist ebenfalls fragwürdig.
Von daher würde ich gerne das von meinen beiden vor mir Schreibenden in Frage stellen.
LG,
HolgerGeändert von Nautilus5990 (08.10.2019 um 17:56 Uhr)
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05.10.2019, 20:43 #8Sea-Dweller
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wenn ich eine mir angebotene Uhr kaufe, dann gehört sie mir und ich mach damit was ich will. tragen, zerkratzen, verkaufen, in den safe legen und nie wieder tragen, egal. my business und da wird mir weder herr stern noch irgendwelche selbsternannten Patek-moral polizisten dreinreden. wenn ich eine Wohnung um 1ml euro kaufe, dann gilt das gleiche und wenn ich sie am tage darauf für 1,2ml verkaufe und eine schönere Wohnung dafür kaufe, dann wird da auch niemand Moralpolizei spielen dürfen. das muss ich mir mit dem Finanzamt ausmachen und mit sonst niemanden.
ich versteh diese Diskussion echt nicht. soll hr stern doch zuerst die konzis, die an graue flippen, auf die reihe kriegen.
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05.10.2019, 21:25 #9
Nicht aufregen! Das hat nichts mit Moralpolizei zu tun. Natürlich kann ich als Verkäufer etwas mit Auflagen verkaufen. Machen zum Beispiel viele Künstler so, dass da eine Klausel drin ist, dass ihre Werke weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen. Porsche hat bei limitierten Sondermodellen auch eine Mindest-Halteklausel, soweit ich weiß. Und bei Bucherer musst Du das jetzt auch unterschreiben. Bei Wempe ist es ein Gentleman's Agreement. Und das Wohnungsbeispiel bringt Dich nicht weiter: Da kann Dir nicht nur der Verkäufer Auflagen machen (z.B. Wohnrecht), sondern Dir sogar der Staat reinkrätschen und verbieten, dass Du sie zweckentfremdest (Leerstand über 3 Monate, AirBnB). Im Gegensatz zu Kunstwerken, wird bei einer Uhr oder einem Auto keine Firma so etwas rechtlich verfolgen, der Aufwand wäre zu groß, aber wenn Du dich an den Deal nicht hältst, fliegst Du halt als zukünftiger Kunde raus. Fair enough.
Beste Grüße, Florian
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06.10.2019, 10:16 #10Sea-Dweller
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die Halteklausel von Porsche ist nicht einmal das Papier wert auf dem sie gedruckt wird, ebenso die vom Bucherer, Wempe etc. die einzige 'strafe', die passieren kann, ist das man eben keine weiteren Uhren angeboten bekommt. auch gut, dann holt man sich die eben aus Asien, USA etc., wenn man das unbedingt will.
ich will mir einfach nicht dreinreden lassen, darum geht es. interessant, was du über Wohnungen sagst. in oesiland ist mir das noch nie passiert, da muss man nur bei gemeinnützig geförderten Projekten aufpassen - zu recht natürlich.
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05.10.2019, 21:03 #11
Völlig ok, pam66. Aber dann bekommst Du vom Konzi eben keine begehrte Patek mehr - vorausgesetzt die Mechanismen und das System von PP funktionieren wie seitens T. Stern gewünscht.
#beyondpatek
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05.10.2019, 21:04 #12
Was für ein Gesülze, zum Glück assoziiere ich Patek Uhren nicht mit Thierry Stern, sonst würde ich mir keine davon kaufen

Komme ich jetzt auch auf die „Blacklist“
Geändert von Masterdiver (05.10.2019 um 21:08 Uhr)
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05.10.2019, 23:04 #13
Ich persönlich denke, dass das ein zweischneidiges Schwer für Patek ist.
Ich kann die Haltung grundsätzlich verstehen, dass man es nicht gerne sieht wenn jemand eine Uhr nur des Profits Willen kauft und zeitnah weiterflippert, da man andere ernsthaft interessierte Kundschaft vertrösten muss.
Auf der anderen Seite glaube ich aber, dass die damit in Zusammenhang stehenden Graumarktpreise Patek durchaus in die Karten spielen. Schließlich wird dadurch der Nimbus der Marke weiter erhöht.
Die Alternative wäre im krassen Gegensatz dazu die Situation von Lange. Da kauft man zweifellos ein Stück Handwerkskunst, verbrennt aber direkt mal 30-50% wenn man aus dem Laden läuft. Sicherlich eines der Argumente weshalb Lange nicht aus den Schuhen kommt.
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06.10.2019, 10:04 #14Sea-Dweller
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06.10.2019, 10:26 #15
Ich kann jetzt von mir persönlich eigentlich nur am Beispiel Rolex reden: Ich bin mit meinem Konzi privat recht gut befreundet und wenn ich zufällig irgendwo zB eine Daytona von ihm angeboten sehe, würde ich ihm den Link schicken. Um ihn zu warnen und ihm zu helfen.
Patek kenn ich niemanden näher, würde ich mich nicht entblöden, einen „fremden“ Konzi ein Petz-email zu schicken....
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06.10.2019, 10:29 #16Sea-Dweller
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06.10.2019, 11:27 #17
Anhand der Serien-Nummer weiß Patek sofort, an welchen Konzessionär die Uhr ursprünglich ging. Der hat dann ein Erklärungs-Problem.
In Österreich gibt es die Leerstands-Klausel so nicht, dafür andere Regelungen, die weiter in Deinen Immobilien-Besitz eingreifen als in Deutschland (versuch mal in Österreich auf Eigenbedarf zu klagen, z.B.; AirBnB muss von den Behörden und der Eigentümergemeinschaft genehmigt werden, ab 2020 veröffentlicht AirBnB in Wien nur noch Wohnungen mit Registrierungs-Nummer).
Wir reden hier ja nicht über die Uhren, die Du in Hongkong oder Singpur zum doppelten LP bei den Grauen kaufst. Sondern über 5711, 5712, 5726, eventuell noch 5212 und 5167, also die Uhren, für die hier jahrelange Wartelisten geführt werden. Und dass Du die als Non-Resident in Asien oder den USA zum LP bekommst - vergiss es. Selbst über einen Strohmann sind die Aussichten schlechter als wenn Du hier in eine Boutique gehst.Beste Grüße, Florian
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06.10.2019, 21:01 #18Sea-Dweller
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anhand der Seriennummer: ja, aber wie gesagt, dafür muss hr stern die Uhr kaufen.
Wohnungen in Österreich: mit deinen punkten hast du recht, nur die betreffen nicht den Wiederverkauf.
ich rede von Uhren, für die Wartelisten geführt werden. und ich hatte noch nie Probleme, in Asien zu kaufen. natürlich zum Listenpreis. es hängt dort sehr davon ab,
von wem man empfohlen wird. im Endeffekt sind die Wartelisten dann reine vertröstungsstrategien. so wie hierzulande auch.
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06.10.2019, 21:36 #19
Sagt er doch im Interview, dass sie über 100 Uhren im Jahr ankaufen, wenn auch nicht nur aus dem Grund, Weiterverkäufer aufzuspüren.
Der Punkt war ja: Kann ich Sachen mit Auflagen/Verpflichtungen verkaufen - und das geschieht in vielen Bereichen.
Die Vorgabe von PP seit letztem Jahr ist aber wohl, dass die begehrten Stahluhren nur noch an Einheimische verkauft werden. Ich hatte in Hongkong, wo ich früher selbst mal gelebt habe, jemand in den Shop im Landmark geschickt, der dort seit 8 Jahren lebt und fließend Kantonesisch spricht - keine Chance. Auskunft in Singapur: nur Singapore und Malaysia residents. Ich drück Dir natürlich trotzdem die Daumen, dass Du deine rote Aqua kriegst. Und freu mich dann auf Fotos hier.Beste Grüße, Florian
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06.10.2019, 12:12 #20
Ich gehe bei den Patek Konzessionären davon aus, dass keiner eine Nautilus oder Aquanaut direkt an den Graumarkt verkauft. Ich bin fest davon überzeugt, dass alle "ungetragenen" Uhren von "glücklichen" Käufern direkt zum Grauhandel durchgeschoben werden. Wir, die Kunden, sind die Graumarktzuträger.
Und hier beginnt die Diskussion: ist das vertretbar oder unerhört?
Und genau hier fordert m.E. Patek von seinen Konzessionären Fingerspitzengefühl, diese Uhren an die "Richtigen" zu verkaufen, die die Uhr als solches schätzen und nicht als schnelles Geld.
Liege ich denn so falsch damit? Bin ich einfach naiv?
Ich selbst unterstelle, dass Rolex-Konzessionäre das nicht durchgängig berherzigen. So naiv bin ich dann doch nicht.
Wünsche euch einen schönen Sonntag,
Holger
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