Ich verwende einen Epson V850 Pro. Die Stärken kommen dann zum Tragen, wenn das Negativ größer wird. Mangels Alternativen (für zuhause) muss man sich leider damit als "Allrounder" zufrieden geben. Scanner werden immer mehr zu Nischenprodukten und Negativscanner noch viel mehr. Bei Jedem OS Update kneife ich die Augen zu und hoffe, dass die Treiber noch laufen.

Wenn Du Trommelscans gewohnt warst, dann wirst Du mit keinem der heutigen Scanner glücklich werden. Mir reichts, denn dank der leistungsfähigen Nachbearbeitung kann man vieles ausbügeln. Ich fotografiere aber auch auf einer Leica M6 mit 50mm Summicron aus den End-Achzigern - meine Mamiya und 4x5 Gläser sind ja teils noch älter. Da muss man auch was Schärfe etc. angeht die Kirche im Dorf lassen. Gerade bei 4x5 hat man schnell mal eine Unschärfe drin weil man es auf der Mattscheibe schlicht nicht 100% gesehen hat (da gibts ja nur eine Lupe und kein Schnittbild). Da ist mir dann sie Scanschärfe auch eher zweitrangig wichtig. Außerdem wissen wir Leica Fotografen doch eh, dass auch ein unscharfes Bild sensationell sein kann. ;-)

Mir fehlt aber auch der Vergleich - man müsste halt mal das gleiche Negativ auf verschiedenen Scannern einlesen. Aber allein die Voreinstellungen machen m.E.n. einen wirklich neutralen Vergleich unmöglich - Siehe Automatische Nachschärfung etc.

Auf Youtube habe ich einige Vergleichsvideos gesehen, bei denen der V850 nur mittelprächtig wegkommt, aber mir blieb garnichts anderes übrig als ihn zu nehmen - 4x5 lässt grüßen. Und bis dato bin ich sehr zufrieden. Davon abgesehen, sofern man im üblichen 30cm - 50cm Kantenlänge (längste) bleibt ist bei MF glaub ich kein Scanner überfordert - Farben macht man dann eh in Post.