Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Uhrmachermeister,
der schon seit Jahrzehnten für Wempe, Huber bzw. Bucherer, etc. arbeitet.
Der meinte bzgl. Revisionsintervallen wortwörtlich,
"so lange laufen lassen, bis sich der Gang verschlechtert oder die Uhr stehenbleibt.
Auch wenn die Uhr trocken läuft und Teile dadurch stärker verschleissen sollten,
wäre es kein Problem.
Da die Kosten für eine Revision pauschal gleich sind, egal ob ein paar Zahnräder oder Lager
mehr oder weniger getauscht werden müssen.
Es können nie so hohe Kosten aufgrund einer nicht durchgeführten Revision entstehen,
die man mit dieser einspart.
Die von den Herstellern empfohlenen Revisionsintervalle sollen hauptsächlich Geld in die Kasse bringen.
Man bringt eine Uhr nur zum Uhrmacher, wenn diese nicht mehr richtig oder gar nicht läuft.
Es kommt ja auch Niemand auf die Idee nicht kaputte Schuhe zum Schuster zu bringen."
Den Wortlaut des Uhrmachermeister habe ich versucht wortwörtlich hier wiederzugeben.
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Thema: Amplitude
Hybrid-Darstellung
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09.03.2012, 18:50 #1Grüße, Jörg

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09.03.2012, 19:36 #2
Adriano22, jetzt bitte keinen Herzkasper kriegen...
Viele Grüße
Christian
If you live your life around the future value of things, you miss out on an awful lot...
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10.03.2012, 10:56 #3
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09.03.2012, 19:53 #4Gesperrter User
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Themenstarter
Hallo Jörg, das ist ein prima Kommentar und deckt sich mit einem Erlebnis, das ich vor ein paar Jahren
im Zug hatte. Da kam ich ins Gespräch mit der damaligen Chefkonstruktuerin von A. Lange u. Söhne.
Die hat genau dasselbe gesagt. Solange die Uhr vernünftig geht, müßte man sie auch
nicht in die Revision geben. Das war immerhin die Ansicht der wichtigsten Uhrmacherin
b. Lange in Sachsen. Dem von Dir zitierten Uhrmachermeister billige ich eine ganz hohe
Glaubwürdigkeit zu, einmal weil er sehr erfahren ist, vor allen Dingen, aber weil
er "interesselos" ist, also es ihm bei der Auskunft nicht um Geld ging.
Hoffentlich liest dies hier unser adriano nicht!
Besten Gruß, Horsti
Ich hoffe nicht, dass
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10.03.2012, 13:17 #5Gesperrter User
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Das halte ich für Unsinn !Ich lass doch keine schöne Vintage auf den Felgen kauen !
Ich habe vor ca 1 Monat eine schöne Jaegerlecoultre Memovox aus den 50er Jahren bekommen;sie lief einwandfrei inklusive der Weckfunktion ,also sollte ja laut besagtem Uhrmacher hier kein Handlungsbedarf bestehen.Da diese Uhr konstruktionsbedingt nicht wasserdicht ist hatte sich innen im Gehäuse Grünspan wahrscheinlich durch schweiss abgesetzt .Der kann sich lösen und das Werk ruinieren !Für so eine alte und feine Uhr sind Ersatzteile nur schwer oder gar nicht mehr zu beschaffen !
Also ab zur revi ,900e investiert und das Ergebnis könnt ihr im Jaegerlecoultre Thread sehen unter "ne schöne memovox"!
Ich stimme jedoch damit überein ,das man sich nicht peinlich genau an einen 5jahres Turnus halten muss.Das wiederum hängt auch von der Beanspruchung der Uhr ab!Wenn man sich unsicher ist Amplitude messen lassen und dann das Jeweilige unternehmen .Geändert von prosecco (10.03.2012 um 13:19 Uhr)
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