Liebe Leute, also jetzt muss ich doch mal meinen Senf zu Eurer Diskussion zum Thema "minderjährige Rolexbesitzer" beitragen. Ich finde nämlich diese ganzen Generalisierungen ziemlich platt.
Zunächst oute ich mich gleich mal: Ich habe meine erste Rolex 1983 von meinen Eltern bekommen - da war ich 12 (und nein, wir waren/sind keine Millionäre).

1) Ich habe die Uhr behütet wie meinen Augapfel und trage sie seit nun seit fast 24 Jahren. Sie wird mich immer mit meinen Eltern verbinden.
2) Ich habe die Uhr nie verloren, geschrottet oder sonstwie misshandelt. Diese Uhr war fast 10 Jahre mein wertvollster Besitz und bedeutet mir auch heute noch sehr viel.
3) Ich bin nie in einem Privatjet geflogen, habe keine Bodyguards, esse keinen Kaviar auf dem Pausenbrot und bin nie wegen meine Uhr blöd angemacht worden.
4) Trotz Rolex habe ich mein 1,x-Abitur und meinen weiteren Lebensweg gemacht - und immer um den Wert von Geld gewusst.
5) Die Rolex hat bei mir eine lebenslange Faszinaion für Uhren ausgelöst, die ich nicht missen möchte. Ich sammle heute mit Freude. Und meine erste Patek habe ich mir von meinem ersten selbstverdienten Geld gekauft. Verdorben hat mich das Geschenk also nicht. Auch Rolex bin ich kürzlich wieder mit einer 116519 treu geblieben.

Darum: Ich verstehe, dass es einfach ist, sich über den 13-jährigen aufzuregen, wenn er eine Krone angepasst bekommt. Die Generalisierung "alles Millionäre und verzogene Blagen" finde ich aber gelinde gesagt zum Ko*zen. Keiner von Euch kennt den Typ, oder? Und sind wir ehrlich: Wer von uns hätte als Teenager zu einer geschenkten Rolex "Nein danke, Mom, dafür bin ich noch nicht alt genug" gesagt. Ein solches Geschenk kann durchaus auch Verantwortungsgefühl und Wertebewußtsein steigern. bei mir war es zumindest der Fall. Auch das sollte in dieser Diskussion berücksichtig werden...

So, und wer sich jetzt auf mich einschiessen will, bitte ... ich bin auf Eure Reaktionen gespannt.

Grüße aus Hessen,
Chris