Überschwängliche Begeisterung war es auch nicht. DRC kocht auch nur mit Wasser und in der Region >200€ sind es dann einfach Nuancen bzw. Stilistik. Das "Problem" ist, dass Pinot in Deutschland in den letzten Jahren extreme Schritte nach vorn gemacht hat und das Preis-Leistungsverhältnis überragend ist. Ich war vor kurzem bei einer Blindprobe in der Champagne. Motto war Coteaux gegen Pinot. Gäste waren unter anderem Egly-Ouriet sowie diverse andere bekannte Winzer und Händler. Ich hatte als Pirat einen Huber Schlossberg 2020 dabei. Das konnten die französischen Gäste kaum glauben, insbesondere als sie den Hofpreis hörten. Jetzt stehen sie bei Huber Schlange...

Die Weinkarte im Schanz ist abgesehen von DRC richtig mies kalkuliert (ca. Faktor 4). Daher hatten wir Champagner (Paul Gosset L'Hiver) dabei, quasi zum Vorglühen, und haben die Weinbegleitung genommen. Die nennt sich Mosel gegen den Rest der Welt. Man hat bei jedem Gang die Wahl zwischen einem Moselwein und etwas internationalem. Das ist richtig gut gemacht.

Nach dem Menü sind wir noch mit der Sommeliere versackt. Da gab's dann Champus (**** Mémoire), Chardonnay (Huber Chardonnay 2012 - das damalige Pendant zum Alte Reben) und Pinot (Salwey Kirchberg 2017) aus unserem Fundus.