Ich habe zwei Jahre lang ca. 2- 3 - mal die Woche im Eisbach in München gebadet. Bei jedem Wetter und Temperaturen bis - 10 Grad. Außerdem habe ich längere morgendliche Winterspaziergaenge im T- Shirt und kurzer Hose gemacht, teilweise mit einer dünnen Jacke drüber. Bei beiden Aktivitäten hatte ich eine Mütze aus.

Empfohlen hat mir dies mein Boxtrainer, weil ich öfter Schmerzen nach dem Box- Training hatte. Habe mir das Buch „ Kraft durch Kälte“ von Wim Hof gekauft und erst mal in der Dusche einige Wochen trainiert. Verbunden mit Atem- Technik, um entspannt zu bleiben.

Erster Einsatz im Freien war im Stockdunklen Englischen Garten bei - 9 Grad. Werde ich nie vergessen. War vllt eine Minute im Wasser und beim Rausgehen ist das Wasser auf meinen Beinen gefroren.

Danach hatte ich ein starkes Hoch-/ Glücksgefühl, denke ähnlich wie wenn man Heroin nimmt. Es hat teilweise aber bis zu 1 Stiunde gedauert, bis sich der Körper nach dem Baden mit Decken und Tee wieder erwärmt hat. Krank bzw. erkältet war ich nie mehr und mir war mit Pulli und Anorak im Winter dann immer zu warm. Konnte eine Stunde bei Minus- Graden im T Shirt und kurzer Hose durch den Schnee stapfen.Erstaunlich war auch, dass ich Schmerzen und Entzündungen im Körper nach dem Box- Training damit bewusst kurieren konnte.

Ich habe irgendwann aber festgestellt, dass mich das Baden im kalten Wasser auch stresst und ich im Laufe des Tages sehr müde wurde. Auch benötigte ich für jedes Eisbad insgesamt ca. 2 Stunden bis zur Erwärmung und ich habe dann aufgehört. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Kälte süchtig macht.
Eiskalt duschen tue ich immer noch täglich.

War schon über 50 als ich angefangen habe, dass spielt sicher auch eine Rolle. Auf jeden Fall eine tolle, lohnenswerte Erfahrung.