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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    PREMIUM MEMBER Avatar von Roland90
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    Ich finde die Technik dahinter super spannend und die Uhr sehr schön.
    Ob der Zeiger springt, rattert (bei Rolex finde ich schwebt nix da erkenne ich die Zwischenschritte des Sekundenzeigers mit bloßem Auge zu deutlich) oder schwebt ist mir im Grunde rein optisch recht egal. Es kommt drauf an wie es gemacht ist und auf die Technik dahinter.
    Durch Teilen von Leidenschaft wird sie nicht kleiner sondern größer.....

    LG Roland

  2. #2
    Yacht-Master
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    Zitat Zitat von Roland90 Beitrag anzeigen
    Es kommt drauf an wie es gemacht ist und auf die Technik dahinter.
    So sehe ich das auch

    In einen anderen Forum habe ich mal versucht die Technik
    einigermaßen zu erklären.

    Die springende Sekunde oder seconde morte gehört zu den klassischen Komplikationen der Präzisionsuhrmacherei.
    Taschenuhren mit dieser Technik wurden einst zur Bestimmung der Stern- oder Sonnenzeit und zur Ermittlung
    der geografischen Länge herangezogen. Doch auch heute ist es bei Kurzzeitmessungen nützlich, die Zeit im Sekundentakt
    bestimmen zu können. In der Geschichte von A. Lange & Söhne spielt die springende Sekunde eine besondere Rolle.
    Schließlich entwickelte Ferdinand Adolph Lange schon 1867 ein „Secundenwerk mit springendem Zeiger“, für das sein
    Unternehmen zehn Jahre später eines der ersten Patente des neu gegründeten Kaiserlichen Patentamts erhielt.

    Die Richard Lange Springende Sekunde bietet die intelligente Verbindung zweier Mechanismen, die sich in ihrer
    Wirkung gegenseitig ergänzen. Ein Sekunden-Nachspannwerk sorgt für konstante Kraft und damit höchste Präzision.
    Der Sprungmechanismus erleichtert das präzise Ablesen der Zeit, indem er den großen Sekundenzeiger in exakt
    60 Schritten pro Minute bewegt. Dank des mit einer Mehrscheibenkupplung ausgestatteten ZERO-RESET-Mechanismus
    lässt sich die Uhr schnell und komfortabel synchronisieren: Beim Ziehen der Krone springt der Sekundenzeiger
    auf die Nullposition.

    Das neue Manufakturkaliber L094.1 meistert alle Herausforderungen, die mit der Entwicklung einer springenden Sekunde
    verbunden sind. Seine technische Besonderheit ist eine raffinierte Anordnung, die Konstantkraftantrieb und
    Sekundensprung zwar auf zwei Räderzüge verteilt, sie aber trotzdem zusammen wirken lässt. Der erste Räderzug führt
    vom Federhaus zur Unruh und gibt die Energie über ein Nachspannwerk in Sekundenintervallen gleichmäßig an die Gangpartie
    weiter. Der durch eine Aussparung in der Räderbrücke sichtbare Mechanismus erfüllt eine Doppelfunktion: Er kompensiert
    sowohl die nachlassende Kraft der Zugfeder als auch etwaige Drehmomentschwankungen beim Sekundensprung. Das Ergebnis ist
    eine konstante Amplitude über die gesamte Laufzeit von maximal 42 Stunden.
    Die freischwingenden Unruhspirale stammt aus eigener Fertigung.

    Über den zweiten Räderzug treibt das Federhaus den Sprungmechanismus an. Seine Aufgabe ist es, die Unruhfrequenz von
    sechs Halbschwingungen pro Sekunde in einen einzigen Schritt des Sekundenzeigers umzusetzen. Diesen Vorgang steuert – wie
    bereits in der Konstruktion Ferdinand Adolph Langes – ein fünfzackiger Stern, der auf der Ankerradwelle befestigt ist.
    Sichtbar unter einem transparenten Saphir gelagert, dreht er sich zusammen mit dem Ankerrad alle fünf Sekunden einmal um
    die eigene Achse. Jede Sekunde gibt eine Zacke des Sterns die sogenannte Peitsche frei. Dieser lange Hebelarm vollführt
    nun, angetrieben durch das Federhaus, eine schlagartige Drehung um 360 Grad, bevor er von der nächsten Zacke des Sterns
    gehemmt wird. Über das mit der Sekundenwelle verbundene Räderwerk bewegt diese Drehung den Sekundenzeiger zum nächsten
    Sekundenindex weiter. Der Schaltimpuls der springenden Sekunde wird zugleich genutzt, um die Antriebsfeder des
    Nachspannwerks mit neuer Energie zu versorgen.

    Die Richard Lange Springende Sekunde ist mit einem ZERO-RESET-Mechanismus ausgestattet. Die Kupplung auf der Sekundenwelle
    besteht aus drei Scheiben und einer speziell von Hand gebogenen Feder. Die mittlere Kupplungsscheibe ist mit der
    Sekundenwelle fest verbunden, im geschlossenen Zustand drückt die Feder die obere und untere Kupplungsscheibe fest zusammen.
    Somit hält die Kupplung den großen Sekundenzeiger, der bei jedem Sprung abrupt beschleunigt und gestoppt wird, im laufenden
    Betrieb sicher fest. Das Ziehen der Krone löst einen komplexen Hebelmechanismus aus, der die Unruh mittels einer Stoppfeder
    blockiert und die Kupplung öffnet. Dadurch wird die Sekundenwelle vom Räderzug getrennt und ein reibungsarmes Nullstellen
    ermöglicht. Hierfür wird der Nullstellhebel gegen das Herz geschwenkt und der Sekundenzeiger schlagartig in die Nullposition
    gedreht. Beim Drücken der Krone wird die Kupplung geschlossen und die Unruh wieder freigegeben: Das Uhrwerk läuft wieder an.

    Das rhodiéfarbene Regulatorzifferblatt mit dem oben angeordneten großen Sekundenkreis lenkt die Aufmerksamkeit auf die
    kleinste der drei Zeiteinheiten. Darunter befinden sich, nach links und rechts versetzt, die kleineren Stunden- und
    Minutenkreise. Das Gehäuse hat einem Durchmesser von 39,9 Millimetern und besitzt eine Höhe von 10,6 Millimetern.

    Zehn Stunden vor Ablauf der Gangreserve erinnert eine rote Anzeige in der dreieckigen Zifferblattaussparung im
    Schnittbereich von Stunden- und Minutenkreis an das Aufziehen der Uhr.


    Gruß
    Andreas

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