Nachdem ich bereits auf der ersten Seite meine Zustimmung auf Percys Artikel bekundet habe, möchte ich an dieser Stelle auch noch ein paar "Denkanstöße" einfügen.

Dieses Forum ist in all seiner Attraktivität letzten Endes ein Schmelztiegel von Menschen, die in der Hauptsache erstmal nur Wenig miteinander verbindet. Eine dieser Verbindungen ist die Liebhaberei zu Uhren im Allgemeinen und Rolex im Besonderen, gemischt mit etwas Lifestyle und Luxus und -das haben dann wiederum Alle gemeinsam- einen Internetanschluss.

Soweit mir bekannt, sind hier roundabout 40k Menschen angemeldet. Sicherlich viele stille Mitleser, einige doppelte und unzählige "Karteileichen". Bleiben aber immer noch mehr als genug übrig, um den Laden sprich das Forum am Laufen zu halten.

Ist liegt doch nur in der Natur der Dinge, dass unter diesen vielen Menschen sich die unterschiedlichsten Charaktere befinden.

Wir haben hier ältere Member, wir haben jüngere Leute die vielleicht noch nicht einmal Auto fahren dürfen, wir haben hochintelligente Menschen, minderbemittelte Menschen, gesunde, kranke, arme, reiche, fleißige und faule Leute. Member, von denen man sich Einiges abgucken kann und Member bei denen man lieber wegsieht. Und das Alles unter dem Deckmantel der Anonymität des Internets.

Imho überwiegen allerdings die positiven Attribute der aktiven Member.

Dazu kommt noch der Umstand des Materiellen, der nicht zu verachten ist. Es wird zwar immer wieder betont, dass das Forum ein "neidfreier Raum" sei. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass dies auch hinter der Tastatur immer so ankommt.

Es gibt nun mal Menschen, die so gestellt sind, dass sie sich täglich eine Rolex -egal, aus welchem Material auch immer- beim Konzi kaufen können, ohne nach Rabatt zu fragen, und das ein Leben lang. Andere sparen über Jahre hinweg auf ihre erste Krone, und kurz bevor das Ziel erreicht ist geht die Waschmaschine kaputt und die heißbegehrte und angebetete Uhr ist wieder ein Stück unerreichbarer geworden.

So etwas muss für gedankliche Spannungen sorgen.

Nichtsdestotrotz kann sich auch der tollste Mensch in den unterschiedlichsten Gemütslagen befinden. In denke, maßgebend für einen Beitrag ist auch die ganz persönliche Verfassung. Hat man vielleicht ein schlechten Tag gehabt, neigt man eher zu aggressiven Beiträgen. Ist man gut gelaunt, macht man vielleicht mal einen flotten Spruch.

Hinzu kommt dann auch der Aspekt des Regionalen. Bei uns hier in Mannheim sind Umgangssprache und Dialekt rau, aggressiv und mitunter auch vulgär. Die Menschen sind es aber einander gewohnt und sagen es sich ins Gesicht. Ein etwa sprachlich etwas "steiferer" Norddeutscher wäre hier sicherlich "überfordert" und würde die eher harmlose Situation anders deuten.

Wie auch immer, Höflichkeit und Freundlichkeit geht vor und im Zweifelsfall nachhaken, wie was gemeint ist.