Hmmm, ich habe beim Gebrauchtautokauf immer auf frühmorgendliche Termine verzichtet wegen noch nicht voll laufender Hirnfunktion. Dann bin ich meistens hergegangen und habe mir die Unterlagen dazu angesehen und- wie bei Uhren- das ganze versucht, in eine Korrelation zu bringen. Stichwort: Nagelneues dial (blitzsauberer Motor) in verranztem Case (abgef*ckte Karre sonst)

Dann die Laufleistung mit dem Serviceheft abgeglichen, ggfs noch einen weiteren Vorbesitzer angerufen, der eingetragen war und nach dem Auto gefragt sowie einfach das ganze Zusammenspiel VK/Auto/Zustand/Ist/Soll zusammengewürfelt und betrachtet. Wenn da kein Bauchgrimmen war bei dieser oder anderer Ecke, gekauft. Wenn Bauchgrimmen war, dann nachgefragt.

Einfache Entscheidungsmatrix: Befriedigende Erklärung: Gekauft! Unbefriedigende Erklärung: Weitergezogen.

Wenn möglich immer einen Spezialisten aus dem Bekanntenkreis oder gegen Geld dabeigehabt- alles gut! Bei bisher keinem gebrauchten Auto bin ich auf die Nase gefallen, das Bauchgefühl ist ein super Ratgeber, man muß nur hinhören. Ausgelesene Daten würden mir nur eine Unterstützungshilfe bieten, keine Entscheidungshilfe, da manipulierbar. Wer allerdings versucht, 150 TKM wegzudrehen, macht irgendwo einen Fehler, so gut kann er gar nicht sein- Stichwort bei einem Bekannten, der ein Auto mit "Original 86 TKM" kaufen wollte und einen Ölwechselzettel an unmöglicher Stelle findet, der 3 Jahre alt war "...bei km 156000..."