ich glaube, wir erleben hier mal wieder ein Revival der deutschen Protest-Romantik, emotional mächtig und allen Sachargumenten unzugänglich...wir erinnern uns an die "Grenzen des Wachstums" an die "Nato Nachrüstung", das "Startbahn West" oder das "Waldsterben"...
...Öl gibt es immer noch satt, der dritte Weltkrieg kam nicht, und der deutsche Wald sieht immer noch verdammt fit aus...
...diese Protestkultur kann man in Deutschland bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück verfolgen kann, und kein Politiker hat sich ihr je erfolgreich entgegen stellen können...
anderseits ist es den verschiedensten Strömungen gelungen dieses maschinenstürmerische Romantikbedürfnis für eigene Zwecke zu nutzen...(ok gleich ist der thread zu)...das geht von den Burschenschaften des 19. Jahrhunderts zu denNationalsozialisten, zur CDU unter Adenauer und Kohl, über die SPD unter Brandt bis hin zu den Grünen unter Özdemir und Roth...Politiker, die diese Bedürfnisse nicht befriedigen können oder wollen, wie Angela Merkel oder Helmut Schmidt, haben zwar in Krisen ihre Momente, gehen aber ansonsten unter...
...mit Verkehr und Infrastruktur hat der S21 Protest nüscht zu tun...
Ergebnis 1 bis 20 von 234
Hybrid-Darstellung
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12.10.2010, 07:52 #1
Geändert von Mawal (12.10.2010 um 07:53 Uhr)
Martin
Everything!
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12.10.2010, 08:56 #2
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12.10.2010, 09:19 #3
Ulrich,
ich gebe dir prinzipiell recht. Der Protest egal gegen was scheint "deutsch" zu sein.
Was wir nur nicht vergessen dürfen ist, dass alle Proteste der 80er, die du oben erwähnt hast, gesellschaftspolitisch eine Änderung geschaffen haben, die erst ökologisches Bewusstsein in den allgemeinen Focus gebracht haben. Eben die Etablierung der grünen Bewegung, auch wenn die heute nichts mehr mit den Anfängen zu tun hat.
Insofern hat Protest auch eine kreative Komponente.Gruss, Bertram
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12.10.2010, 11:23 #4Gesperrter User
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Sorry, Unsinn!!! Schaut mal über den deutschen Tellerrand raus - was hierzulande und besonders in Stuttgart passiert hat nichts mit besonderer deutscher Protestkultur zu tun. So was denken sich deutsche Feuilletonisten aus die so kurzsichtig sind, dass sie es nicht mal schaffen über die Grenze nach Frankreich zu schauen.
Bisschen schade finde ich, dass so gut wie niemand bemerkt, dass der zivile Ungehorsam in Stuttgart gut ist für unsere Demokratie. Diesen ernstgemeinten Protest und den Ausdruck der Unzufriedenheit als Sozialromantik abzutun ist ziemlich einfach...
Sicher ist es schwierig bis unmöglich grosse, komplexe Infrastrukturprojekte in einer Demokratie zu realisieren. Wenn in Schanghai in wenigen Jahren eine UBahn aus dem Boden gestampft wird, ist das sicherlich einfacher durchzusetzen. Manch einer mag' das bewundernswert finden, in einer freien Gesellschaft ist es halt ein bisschen schwieriger zu verkaufen!
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12.10.2010, 11:39 #5
Meinst du wirklich, Dirk?
Ich seh das schon so, dass gerade in D oft nicht auf die Verbesserungen durch Projekte geschaut wird, sondern ein Status - egal wie unbefriedigend er ist - erstmal als "erhaltenswert" gilt.
Ich wollte in meinem Beitrag aber gerade auf positive Aspekte des Protests hinweisen. Er zwingt, Vorhaben zu überdenken und KOmpromisse zu schliessen, wo sie noch möglich sind. Leider ist gerade diese Kompromissbildung - für mich ein Zeichen der Demokratie - aktuell ziemlich ideologisch überlagert, bis zum Einsatz von Gewalt.Gruss, Bertram
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12.10.2010, 11:46 #6Gesperrter User
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Das ist kein deutsches Phänomen
Die gleichen Argumente kannst du in anderen Ländern hören. Hintergrund ist immer wieder, Druck auszuüben und zu sagen, "schaut, wir sind besonders destruktiv - unseren Nachbarn manchen das viel besser und werden deswegen auch erfolgreicher sein als wir. Wir werden auf der Strecke bleiben mit unserer Einstellung!"
Ja stimmt leider
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12.10.2010, 11:57 #7--
Beste Grüße, Andreas
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