Original von newharry
Hermann, so sehr ich Deine Fachkenntnis hier auch schätze - wir haben wenige Uhrmacher hier, die so bereitwillig ihr Wissen teilen, so bin ich doch der Meinung, daß die von mir bereits angesprochene Trennung zwischen Werkqualität und Endkontrolle hier ignoriert wird.

Es ist eine Sache, ob eine Uhr nach Jahren im Dienst immer noch zuverlässig läuft, während eine andere Uhr bereits nach kürzerer Zeit der Wartung bedarf ...

... und eine andere Sache, ob Uhren mit visuell feststellbaren Fehlern an Kunden weitergegeben werden ...
Das stimmt ja auch.
Man wird bei jedem Hersteller, und ist er noch so nobel und hochpreisig, einige Haare in der Suppe finden.

Und in Sachen Endkontrolle würde ich mir mehr asiatische Philosophie bei den europäischen Uhrenbauern wünschen.
Die inzwischen akzeptable Endkontrolle von Breitling hättest Du in den 90ern erleben müssen - ist noch gar nicht lange her.

Auch mein persönlicher Favorit in Sachen Qualität (Lange&Söhne) musste schon das eine oder andere mal nachbessern.

Trotzdem denke ich, das im Gegensatz zu andern Brachen (Autos, Unterhaltungselektronik, etc...) der Käufer von guten Uhren nicht oder nur selten als Testkaninchen missbraucht wird.

In jeder Endkontrolle sitzen halt Menschen die auch mal weniger gute Tage haben. Einige Hersteller haben aber in der Fertigung schon einen so hohen Qualitätsstandard, das solche Tage nicht weiter ins Gewicht fallen.

Ich hoffe ich habe Deine Aussage richtig verstanden!?

Gruß hermann