Ich hatte kürzlich hier darauf hingewiesen, dass es inzwischen eine Integration von TrainerRoad (TR) in Zwift gibt. Bisher bin ich „nur“ Zwift gefahren und habe dort zuletzt einen dreimonatigen FTP-Builder absolviert. Was mich aber an TR interessiert hat, ist die AI gestützte Adaption der Trainingseinheiten. Daher habe ich mich für einen Test entschieden.

Nach etwas mehr als zwei Wochen ist es sicherlich noch für ein abschließendes Feedback noch zu früh, aber erste Erkenntnisse habe ich bereits. Wesentlich ist dabei, dass ich nach dem Datenimport der früheren Trainings sehr schnell feststellen musste, dass ich laut der Trainingsauswertung oftmals im Übertraining war. Hintergrund war hier sicherlich die Anzahl der Trainings pro Woche durch den Zwift plan, aber auch die Intensität. Auch berücksichtigt TR die Belastung durch zusätzlich Trainingseinheiten z.B. im Fitnessstudio. Ein Punkt den ich in puncto Training Stress Score bisher eher ausgeblendet habe. Da ich üblicherweise alles Sporteinheiten zwischen Freitag und Montag erledige, belaste ich in diesen Tagen meinen Körper dann deutlich. Daran habe ich mich sicherlich gewöhnt, trainingsphysiologisch aber sicherlich nicht ideal.

Nun gut. In TR legt man seine Ziele fest und gibt dann den Trainingsumfang (Tage/Wochenstunden) ein. Außerdem kann man einstellen, ob man ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Belastung und Erholung haben möchte. Die KI erstellt dann einen entsprechenden Trainingsplan, welchen man in Zwift oder wo auch immer absolvieren kann. Nach Abschluss des Trainings erfolgt dann eine Auswertung der Leistungsdaten und ggf. eine Adaption des Planes. War also das VO2 Max Training zu intensiv und würde für den nächsten Tag eine Sweet Spot Training anstehen, schlägt TR z.B. eine leichtere Ausdauereinheit vor oder „verordnete“ je nachdem sogar einen Ruhetag. In der Folge werden auch die weiteren Trainingseinheiten angepasst, damit das Ziel entsprechend erreicht werden kann.

Auch inhaltlich sind die Trainingseinheiten bei mir anders aufgebaut als dies z.B. bei Zwift der Fall ist. Insbesondere die Aufwärmphase ist kürzer. Zwischen den Intervallen sind Erholungen länger und werden mit deutlich geringerer Belastung gefahren. Gerade bei den ersten Einheiten hat mich das ziemlich genervt, fehlte mir das „ballern“. Nach nun 10 Einheiten kann ich aber schon sagen, dass es trotzdem anstrengend ist. 😉

Spannend ist ansonsten auch die AI FTP Detection Funktion. Nach einer entsprechenden Anzahl an Einheiten (10) oder einer Anzahl an Tagen (28) erhält man hier ohne einen FTP-Test einen aktualisierten Wert. Habe spaßeshalber mal einen Ramp-Test gemacht. Werte passen so weit.

Insgesamt bisher spannend und ich werde TR mal noch etwas weiternutzen, wenngleich es bis dato kein günstigeres Gesamtangebot von Zwift und TR gibt. Aber was solls.