Was macht denn der "normale" Rolex-Käufer, also ein Kunde, der nicht hier im Forum mitliest? Sind dem Gangwerte egal? Wahrscheinlich nicht. Der hat bspw. eine Submariner am Arm und bemerkt nach drei Jahren, dass die einigermaßen nachgeht. Er geht damit zurück zu seinem Konzessionär, der sagt "Da ist wohl was nicht in Ordnung, wir schicken das zum Hersteller ein", und nach sechs Wochen hat der Kunde die Uhr wieder am Arm, freut sich, dass sich wieder richtig geht und vor allem darüber, dass sich Rolex dieses Problems angenommen hat und den Nachgang wieder reguliert hat.

Wie definieren wir denn hier "Problem"? Ist ein vermuteter Konstruktionsfehler ein Problem? (Zum Konstruktionsfehler: Das wird hier ja allseits angenommen, aber wirklich gesichert ist das nicht). Oder ist ein Problem nur dann ein Problem, wenn es nicht wieder gelöst wird?

In allen Fällen finde ich es schade, wenn User Uhren verkaufen oder darüber nachdenken, weil die Uhren mal kaputt gehen könnten. Da verkauft ein User seine Uhr, die toll aussieht und fehlerfrei funktioniert, nur weil sie irgendwann ein heute noch nicht einmal definiertes Problem bekommen *könnte*. (Jörg, ich mag Dich trotzdem :-* ). Ist für mich ein wenig über das Ziel hinausgeschossen.

Ich habe aktuell zwei Uhren, die mehr als eine Minute Nachgang pro Tag aufweisen. Die werde ich bald mal zum Service bringen. Beide sind etwa fünf Jahre alt, eine JLC und eine IWC. Im Leben würde ich nicht daran denken, die zu verkaufen, dafür mag ich sie zu sehr. Und wenn mal eine Rolex schlecht läuft, bringe ich sie eben auch zum Service. Das ist doch das normalste der Welt.