Schöner Thread…

Auch auf mich übt die Marke mit dem springenden Pferd eine große Faszination aus. Auch den hier angestellten Vergleich mit Rolex finde ich durchaus passend. Zwei verhältnismäßig junge Marken, die in kürzester Zeit zur Legende geworden sind. Besonders interessant finde ich die frühe Zeit, in der der Mythos entstand. Die Geschichten um den ehemaligen Rennleiter von Alfa Romeo Enzo „Il Commendatore“ Ferrari, die Entwicklung des in den späten 40er Jahren hyper-exklusiven Zwölfenders sowie die Verwendung des Symbols des im Ersten Weltkrieg als Jagdflieger gefallenen Grafen Francesco Baracca: Das springende Pferd „Cavallino Rampante“. Und natürlich die Horde von Playboys, Aristokraten und Millionären, die sich in den 50er Jahren darum gerissen haben, für einen Hungerlohn in einem Ferrari zu sterben. Rennen wie die Mille Miglia, Carrera Panamericana und Targa Florio waren Belastungsproben für Mensch und Maschine, die heute ihres gleichen suchen und noch wahre Helden hervorbrachten. Aber auch Fahrern wie Zuschauern zu Hauf das Leben kosteten.

Eine Zeit, in der auch einige der ästhetisch delikatesten Autos gebaut wurden, die jemals auf vier Rädern gestellt worden sind. Und – hier ergibt sich eine weitere Parallele zu Rolex – in der es ein bis heute nicht immer nachvollziehbaren Dschungel von Varianten, Umbauten und Detailveränderungen gegeben hat. Die letze Ära der großen „Carrozzerias“ wie Touring, Vignale und Pininfarina, in der nahezu jeder Wagen ein Einzelstück war, die Aluminiumbleche noch von Hand in Form gebracht wurden und Skulpturen auf Rädern entstanden, deren Stückzahl sich oft an einer Hand abzählen lässt. Eine Zeit, in der sich so manche Mode ausbildete, die das Automobildesign für immer veränderte und bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Hier einer von zwei je gebauten Ferrari 625 TRC Scaglietti Spider von 1957, der letztes Jahr in Monaco für 5 Mio. Euro versteigert wurde: