Mit Ausnahme weniger Hersteller verlieren viele dabei meiner Meinung nach aus den Augen, dass sich ein Auto gut anfühlen muss. Das ist wichtiger als alles andere.
Warum kaufen die Leute einen Aston Martin, obwohl die deutsche Konkurenz alles besser kann? Der Aston fühlt sich gut an, rein subjektiv.
Warum verkauft sich der Fiat 500 so gut, obwohl er objektiv gar nichts besonderes ist (ein Ford Ka) und dazu relativ teuer? Weil er sich gut anfühlt.
Warum wollte den Drei-Liter-Lupo keiner haben? Weil er sich nach Rentnerkarre und Spareimer anfühlte, dazu wenig haptischen Gegenwert zum hohen Preis bot. Dabei war er technisch fantastisch.
Warum verkauft sich der 911 so absolut fantastisch? Fühlt sich gut an und ist dazu noch ein technisch gutes Auto.
Warum will keiner den Phaeton? Fühlt sich zwar wertig, aber sonst nach ziemlich wenig an.

Bei Autos geht es immer nur darum, welches Gefühl sie dem Fahrer geben. Das ist auch die einzige Erklärung für die Liebe zu Oldtimern. Dass man Gefühle beim Fahrer auch anders als mit immer mehr Leistung verursachen kann, verstehen leider anscheinend wenige Autohersteller.