Ob ein originales als Basis verwendet wurde oder ein komplett neues Blatt hergestellt wurde, ist für die Markenrechtsfrage meines Erachtens nicht von Belang. Eher könnte relevant sein, ob ein neu bedrucktes Originalblatt von einem Kunden im Rahmen einer Restauration beauftragt wurde, oder ob die Blätter in Serie produziert und frei zum Verkauf angeboten werden. Anderes Beispiel: Wenn der Donluigi mir in meinem Auftrag einen goldenen Mercedesstern baut, ist das wahrscheinlich kein Problem, jedoch aber wohl ein Problem, wenn er daraufhin goldene Mercedessterne in Serie produziert und in seinem Webshop anbietet.
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Hybrid-Darstellung
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19.09.2023, 16:31 #1PREMIUM MEMBER
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19.09.2023, 17:10 #2
Interessantes Beispiel mit dem Mercedes-Stern: Wenn der Tobias einen solchen güldenen Stern für Dich herstellt und Du ihn vorn auf Deinen 190er steckst, damit also eindeutig einen originalen Mercedes Benz mit einem nicht authentischen Markensymbol schmückst (=nachgebautes Blatt in ansonsten echter Uhr) - ist es da eine Frage der Serienproduktion oder wäre selbst das schon rechtlich bedenklich, so lange der Don von MB nicht die Erlaubnis hat, in original-gleichen Abmaßen eine Kopie in Edelmetall herzustellen?
Dann könnte sich ja jede Billig-Bude für beispielsweise Rolex-Plagiaten von sonst wo damit brüsten, allein aufgrund von Produktionstoleranzen ausschließlich lauter Einzelstücke herzustellen, was das ja wiederum völlig ok sein müsste, wenn man Dir folgt, Max, oder?Nicht das Erzählte reicht - nur das Erreichte zählt!
Beste Grüße,
Matthias
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20.09.2023, 22:16 #3PREMIUM MEMBER
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Interessante Gegenfrage. Ich bin Laie, aber würde die Umstände betrachten: Tobias bietet das nicht explizit an, wirbt nicht damit, fertig für mich eine Kopie eines geschützten Markenzeichens, womit auch ich keinen Handel betreibe, sondern meinen 190er schmücke (weil Sechszylinder
). Er baut jedoch keine Kopie eines vollständigen Mercedes, erst recht nicht mehrfach, und er verwendet selbst keine geschützten Markenzeichen von Mercedes Benz im Rahmen seines Gewerbes.
Das ist wie mit der Louis-Vuitton-Sitzbank für die Vespa. Einerseits zeigt sie wieder, dass Donluigi viel durchmacht im Leben und daher ein hervorragendes Untersuchungsobjekt darstellt, andererseits sind auch auf der Louis-Vuitton-Sitzbank geschützte Markenzeichen drauf. Sie ist zwar hergestellt aus zerschnittenen Originaltaschen, aber sie ist kein Louis-Vuitton-Produkt und Tobias hat auch nie mit dem geschützten Markennamen geworben oder Absicht zur Gewinnerzielung verfolgt, soweit mir bekannt. Ist aber der Sattler abzuledern, weil er die Taschen zu was anderem, so nie von Louis Vuitton angebotenem vernäht hat, im Auftrag des Goldschmiedes aller Goldschmiede?
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