Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
Wie bereits geschrieben hat meine Reserviertheit der Großserientechnik gegenüber keine sachlich
begründbaren Ursachen. ETA- und Sellita-Werke sind qualitativ sehr gut und haben noch weitere,
oben bereits beschriebene Vorteile. Und in Uhren um die 1000 bis 2000 Euro finde ich persönlich
solche Kaliber auch uneingeschränkt toll.

Meine Einstellung ist mit der Zeit entstanden. Irgendwann in den 1990ern gab es bei Omega (z.B. in
der Seamaster) oder aber bei der IWC (Ocean, Aquatimer etc.) sowie bei vielen anderen Marken bereits
ETA-Kaliber. Speziell die IWC verschleierte das immer schon etwas. Nur kosteten die Uhren da um die 2.500 D-Mark
(Ausnahme: die Ocean, die mit über 5.000 D-Mark schon immer erwas teurer war).
Die Uhren wurden dann schnell immer teurer, es kam der Euro und alles wurde noch teurer, nur die Technik in den
Uhren blieb gleich.
Wenn heute eine solche Uhr 5.000 oder 7.000 Euro kostet vergleiche ich das automatisch mit früher und
kann mir die Preisentwicklung kaum erklären. Sicher kostet ein ETA Werk heute mehr als in den 1990ern,
aber sicher nicht ein Vielfaches. Und das Uhrwerk ist der komplexeste, aufwändigsten Teil der Uhr.

Wie bereits gesagt habe ich keine sachlichen Gründe für meine Haltung diesbezüglich.
Mir ist auch klar, dass Manufakturtechnik die Uhren noch teurer machen wird und bei vielen Marken
die Produktionskapazitäten nicht für 100% Manufaktur ausreichen. Zudem muss Manufakturtechnik
nicht immer besser sein als Großserientechnik. Ich hatte auch schon teure Manufakturwerke, bei denen
dann der Automatik-Aufzug auf einmal nicht mehr ging (wie bei vielen anderen Uhrwerken dieser Art) oder
wo die Kalenderanzeigen nicht zuverlässig schalteten. Meine 24 Jahre alte Omega Seamaster
mit ETA 2892-2 läuft hingehen absolut zuverlässig und präzise und brauchte bislang nur eine Revision,
die ich eher aus Gewissensgründen denn aus Gangungenauigkeit etc. habe machen lassen.

Ist halt ein Bauchgefühl und jeder muss das für sich bewerten.

Beste Grüße!

Sascha
Moin Sascha,

ich kann deine Haltung bezügl. des Einsatzes eines Sellitas-Werkes völlig nachvollziehen, vor allem wenn man den Preis für die Uhr einbezieht (da gibt es von anderen Herstellern schon anspruchsvollere und eigenständige Mechnik). Umso erstaunlicher ist es, dass eine solche Uhr in so epischer Breite vorgestellt wird.