Ich werde aus dem, was da steht nicht schlau. Eine Einschätzung über die Bedeutung der dort erwähnten Lücken fehlt. Sie könnten genau so eher theoretischer Natur sein, wie praktischer.
Fakt ist doch, dass es irgendwie noch keinen großen Apple-Skandal in diesem Bereich gab. Keine Kenntnis über weit verbreiteten Rootkits oder Trojaner, keine Schlagzeilen über Millionen kompromittierte iPhones und abhanden gekommene Kreditkarteninformationen oder Apple-Ids. (obwohl, da gab es ja mal eine Liste von Anonymous ...)
Diese Strategie kann ich durchaus nachvollziehen.
Aber sei es 'drum, wer Smartphones nutzt, der tut dies i.d.R. in dem er sich in ein Ökosystem eines Herstellers integriert, weil es sonst nur der halbe Spaß ist. Sei es nun Apple mit iTunes und iCloud oder Google mit seinen Clouddiensten und dem Browser Chrome (den ich echt mag). Teil des Gesamtsystem i.d.R. auch ein PC mit einem Betriebsystem und diverser anderer Software.
Für den Nutzer ist eigentlich nur interessant, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sein Gesamtsystem kompromittiert wird und im Prinzip zählt hier das schwächste Glied in der Kette.
Das zu berechnen dürfte schwer fallen, weil man zu den absoluten Zahlen der Exploits/Vulnerabilities keine Wahrscheinlichkeiten hat.
Insofern halte ich das Fehlen von iTunes bei Android nicht für einen schwer wiegenden Vorteil, wenn auf der anderen Seite z.B. Chrome, Android oder das Windows XP, das zu Hause noch läuft, selbst stark verwundbar sind.
Hier mal ein paar interessante absolute Zahlen:
http://www.cvedetails.com/top-50-products.php
Ausgerechnet Linux und MacOS führen die Liste an, vor Windows XP, Firefox und Chrome liegen vor dem Internet Explorer. Unsere Wahrnehmung sieht aber anders aus. Wir halten Linux und MacOS für sicherer als Windows XP. Firefox und Chrome halten wir für sicherer als Internet Explorer. Die reine Anzahl der Vulnerabilities macht anscheinend also keine Aussage über die Verwundbarkeit in der Praxis.
Ergebnis 1 bis 20 von 189
Hybrid-Darstellung
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31.10.2012, 20:23 #1--
Beste Grüße, Andreas
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01.11.2012, 01:09 #2
Eine rationale Betrachtung kann nur ceteris paribus, also unter ansonsten gleichen Bedingungen erfolgen. Schlussfolgerung: Vergleicht man 2 identische Rechner, die sich nur durch ein installiertes iTunes unterscheiden, weist die "iTunes-Maschine" ein höheres Sicherheitsrisiko auf. Und exakt vor dieser Entscheidung steht man.
Wie häufig treffen Menschen Entscheidungen unter Kenntnis der zugrundeliegenden Wahrscheinlichkeiten ? Um es mal überspitzt zu formulieren: Selbst wenn die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit eines sicherheitsrelevanten Vorfalls beim Surfen ohne Firewall zahlenmäßig unbekannt ist, hält dies eine große Zahl von Benutzern aus gutem Grund nicht davon ab, die Firewall zu aktivieren.
Sicherheitsbetrachtungen erst durchzuführen, wenn es bereits zum GAU gekommen ist, halte ich schlicht für absurd. Letztlich geht es darum, genau diesen Fall zu verhindern, was wiederum nur gelingen kann, wenn Benutzer schon im Vorfeld für Risiken sensibilisiert werden. Über diesen Weg ist es außerdem möglich, Herstellerverhalten zu beeinflussen. Sollte dies in dem diskutierten Beispiel gelingen, können wir vielleicht zukünftig iPhones (zumindest optional) komplett ohne iTunes benutzen, womit sich die aktuelle Situation bereits deutlich verbessert hätte ...Geändert von DeeperBlue (01.11.2012 um 01:18 Uhr)
Grüsse, Frank
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