Hi Hannes
meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Milgauss 1019.
Wie ich sehe hast Du die 1019-Version mit silbernem Blatt, halbkreisförmigen Leuchtpunkten neben allen Indices, 1/5-Sekundenmarkierungen, kleinem SCOC- und großem ROLEX-Schriftzug. Ich wünsche Dir viel Spaß mit der Milgauss und vielleicht hast Du ja einmal die Gelegenheit sie bestimmungsgemäß einzusetzen (bei CERN in Genf, dem Tokamak ITER in Cadarache, dem Stellarator Wendelstein 7X in Greifswald, oder…..).
Zu den „drei Unbeliebten“ wage ich einmal eine Rangfolge der Verkäufe von damals abzuschätzen: an erster Stelle lag die Daytona 6263/6265, dann kurz dahinter die Explorer II 1655 und weit abgeschlagen auf dem dritten Platz der Verkäufe die Milgauss 1019. Dabei erreichten alle drei zusammen sicher nicht auch nur annähernd die Verkaufszahlen des damaligen Bestsellers Datejust.
Nachfolgend (wie üblich) einige zusätzliche Anmerkungen für diejenigen, die sich noch nicht so sehr mit dieser seltenen Referenz auskennen. Hannes und die übrigen allseits bekannten Experten mögen mir verzeihen, wenn ich sie langweile.
Die Milgauss 1019 verfügte über einige Besonderheiten innerhalb des damaligen Rolex-Programms. Nicht nur, daß sie (neben der Oysterquartz) einer magnetischen Flußdichte von 1000 Gauss widersteht, sondern
der Gehäusedurchmesser ist mit ca. 38 mm geringfügig größer als bei Datejust und Explorer,
die Milgauss verfügt über eine kleinere Aufzugskrone (Nr. 530, u.a auch bei Turn-O-Graph 1625 und GMT-Master 1675 verwendet) als Datejust und Explorer (Nr. 600),
nur in der Milgauss wurde das Kaliber 1580 eingesetzt,
die Zeiger wurden nur bei der Milgauss verwendet (nur die 1655 verfügte ebenfalls über eigenständige Zeiger innerhalb des Rolex-Programms),
die Milgauss konnte laut den Katalogen in den 70ern sowohl mit, als auch ohne Leuchtmittel geliefert werden, wobei auch auch die Blätter ohne Leuchtmittel mit "T" gekennzeichnet waren,
die Indices waren grundsätzlich aus Stahl (Markierung "-").
Desweiteren wurden in der 1019 neben den beiden Zifferblattfarben schwarz und silber unglaublich viele Zifferblattvarianten verbaut, so gab es beispielsweise:
Leuchtmittel auf den Indices 3, 6, 9 und neben den übrigen Indices,
oder Leuchtmittel auf allen Indices,
oder Leuchtmittel neben allen Indices (hiervon gab es wieder zwei Versionen: kreisförmige und halkreisförmige Leuchtpunkte),
1/5-Sekunden- oder 1/2-Sekundenmarkierungen.
Kleiner Rolex-Schriftzug und großer SCOC-Schriftzug,
oder großer Rolex-Schriftzug und kleiner SCOC-Schriftzug.
Den kleinen SCOC-Schriftzug gab es zusätzlich in verschiedenen Varianten, ich glaube mich sogar an eine Art „Rail“-Version erinnern zu können.
Austauschblätter des modernen Rolex-Service verfügen übrigens über Luminova (Kennzeichnung "- SWISS -"), Stahlindices, 1/2-Sekundenmarkierungen, halbrunde Leuchtpunkte neben allen Indices, großem Rolex- und kleinem SCOC-Schriftzug.
Nicht fehlen soll hier noch der Aufbau des Magnetfeldschutzes in der 1019:
Das Innengehäuse aus einem Ersatzteilkatalog R6 für das in der 1019 verbaute Kaliber 1580:
Der Magnetfeldschutz besteht aus einen Weicheisengehäuse, das sich aus dem Schutzgehäuse 8125 und dem inneren Bodendeckel 8126 zusammensetzt. Beide Teile zusammen bilden dann den Faradayschen Käfig, der den Inneraum vor Magnetfeldern abschirmt. Das Zifferblatt wird auf das Schutzgehäuse 8125 aufgesetzt und ist damit nicht Bestandteil des Faradayschen Käfigs. Der Bodendeckel 8126 wird dabei durch die kreuzförmige Feder 8127 nach Einschrauben des äußeren Gehäusebodens gehalten.
Gruß
Matthias
PS. Für weitergehend Interessierte erlaube ich mir noch auf die folgenden „Abhandlungen“ zu verweisen:
Die Milgauss und der Magnetismus
Unterschiede des Magnetfeldschutzes der Milgauss seit 1955
Ergebnis 1 bis 20 von 73
Baum-Darstellung
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30.10.2012, 07:18 #13The difference between men and boys is the price of their toys.
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