Zitat Zitat von MrLuxury Beitrag anzeigen
Ich war kürzlich in Italien im Urlaub und habe festgestellt, dass in der gehobenen Gastronomie mittlerweile gerne, interessanter Espresso aus E.S.E. Maschinen angeboten wird. Ich muss ehrlich gestehen, dass der nicht schlechter war, als das, was man oft so an langweiligen Röstungen aus der klassischen Cimbali angeboten bekommt.

Was haltet ihr davon für die schnelle Abwechslung zwischendurch? Freut euch nicht. Meine Dalla Corte würde ich natürlich bemalten.
Da guckt man mal ein paar Tage hier nicht rein…

Ich habe mich seit einiger Zeit mit dem Thema Espresso beschäftigt und auch fleißig eueren Beiträgen gelesen. Hatte auch die Gelegenheit bei Michl (Ironmichl) mir mal die „Rocket Appartamento“ live anzuschauen. Bei einem Treffen habe ich mich ebenfalls mit Michael (ein michael) über das Thema Maschine und Mühle unterhalten. Für mich stand dann fest: Wenn es eine Siebträgermaschine werden soll dann die „Rocket Appartamento“. Preisleistung, Design und Technik passen

Aber wie so oft steht nicht zuletzt immer wieder die Frage im Raum ob man das dann auch genau so braucht und benutzt (tut mir leid, ab und zu kommt bei mir dann doch unverhofft der Vernunftsmoment)
Oder ob es doch wieder ein Stehrümmchen wird. Ich wohne alleine und mein Besuch sind allesamt keine ausgesprochenen Espresso bzw. Kaffeetrinker. Daher hatte ich mich auch (erstmal nur so) nebenbei mit der ESE Variante beschäftigt. Eigentlich wollte ich ..., weil so einen Siebträger macht ja auch was her… aber…

Hintergrund…
Letztes Jahr war ich sehr oft und auch länger in Italien unterwegs. Bei den vielen Dienstreisen hatten meine italienischen Kollegen dann an den Erprobungsstandorten immer irgendwelchen Kapselmaschinen dabei. Und was da rauskam, war viele male besser als was man in Deutschland in so manchen Cafes/Bars/Restaurants für teueres Geld angeboten bekommt

Da hab ich dann die einheimischen Kollegen mal gefragt was die so zuhause benutzen. Also 90% hat sich als Kapsel- bzw. Pads-Nutzer geoutet. Weil es einfach ist, schnell geht und auch bei der Pflege + Reinigung alles sehr unkompliziert sei. Daraufhin habe ich mich dann weiter schlau gefragt und die meinten „buy a ésè machine“. Waaaaah??? „Like E and a (è)S(se) and E. Achsoooo ESE! Sag das doch…

Internetrecherche und siehe da, das kann man in Deutschland ganz einfach bekommen

Aber das Thema verschwand erstmal im Hinterkopf, weil ich wollte ja eigentlich einen schönen Siebträger. Im letzten Urlaub auch ein paar Händler in der Region besucht und mir wurde immer klarer, dass wenn ich da einsteige dann muss ich mich da auch mit beschäftigen und es am Ende auch nutzen. Nur schön rumstehen und gelegentlich putzen wird mir auf Dauer weder einen leckeren Espresso noch Freude bereiten.

Also zurück zu: was brauche ich + was will ich + wie tief will ich einsteigen + wie oft nutze ich es. Und da musste ich dann am Ende feststellen, dass für meine aktuellen Bedürfnisse es im Moment keinen Sinn macht in den vollen zu gehen. Wenn mir die ESE Maschine auf Dauer nicht gefällt oder ich doch mehr will, dann kann ich ohne viel Geld zu verbrennen da sofort einsteigen.

Somit hab ich mich dann vor einer Woche entschieden, dass ich mir so’ne ESE Pad-Maschine kaufe.



Im Moment erfüllt sie meine Bedürfnisse und ist meiner Meinung nach auch deutlich besser als eine Nespresso. Bisschen experimentieren kann man ja auch und dabei hab ich schon positive Änderungen festgestellt , wie …
  • länger aufheizen lassen
  • Tassen vorwärmen


Da kommt dann einen ordentlichen Espresso bei raus! Ja, mir ist vollkommen bewusst, dass wir hier über eine ganz andere Art von Espresso reden. Wenn man die beiden Methoden nebeneinander vergleichen würde, sind die Unterschiede bestimmt deutlich. Nur dann muss man es auch richtig machen. Bei einigen Restaurants würde man sich wünschen, dass die sowas wie ein ESE anstatt irgendwelche Plörre anbieten.



Jetzt nur noch die verschiedenen Hersteller der Pads und Bohnensorten/Mischungen ausprobieren.


Mal gucken wie sich das weiterentwickelt.