München, die Stadt mit der höchsten Espressobardichte der Welt, wir tragen gelb-lila gestreifte Versace Anzüge, zahlen gern 18 Euro für ein kleines Risotto mit Meeresfrüchten beim business lunch, schütten uns alle paar Stunden einen Espresso rein - mit gelockerter Krawatte im lockeren Gespräch mit Uschi von der New Media content Abteilung.
Das dritte Ticket am Wagen ignoriere ich, das Parkhaus kostet auch 4 Euro die Stunde - ich bleibe im Cafe sitzen.
Zu meinem erschrecken muss ich feststellen, daß an drei weiteren Tischen Mittzwanziger Agenturfuzzies ebenfalls, die 60er Elviskotelleten tragen, die ich als trendsetter tagelang hab wachsen lassen.
Ab zum Udo Walz und runter damit - als Variante schnell den Irokesen Schnitt mit blond gefärbten Spitzen - 35 Minuten und ich sitze wieder im Cafe.
Frisör Bash schneidet dies Kundengerecht seit Beckhams WM Einsatz, so ist es nicht verwunderlich das 3 weitere Typen im Cafe Platz nehmen und aussehen wie ich.
Wieder raus zum Walz und für 30 statt 40 Euro - da Zweitschnitt innerhalb des 3-4 Parckticktes, die Haare ganz runter.
Es ist eine Frage der Zeit, bis beim 6. Parkticket und 9 Espresso, Poloshirtträger mit Vollglatze, aus der gegenüberliegenden Zeitungsredaktion, das Cafe betreten und ich eine Toupétladen aufsuche.

Mir ist es shit egal, denn ich mag meine Rolex, auch dann, wenn das ganze Cafe die gleiche Uhr trägt