Meine Herren,

es ist doch schön, dass jeder hier seine Meinung kund tut, mich freut das immer sehr. Trotzdem schade, dass niemand auf das eingeht, was ich als 'zukunftsweisendes Design' versucht habe zu umschreiben.

Es ist mir aufgefallen, dass ich jede neue Uhr aufs Schlimmste ablehne, mich immer wieder auf Vintage zurückziehe, und so halt auch nur das 'common sense' - Gelalle von einigen hier bediene. Wie auch immer, mit der LV und dem neuen TOG hat sich ein Denkprozess entwickelt, der auch versucht, das heute Aussergewöhnliche begreifen wollen zu können. Wobei 'aussergewöhnlich' dann schnell an Uhren wie die UN Freak, die AP Concept, und wegen mir auch die neue Leo-Daytona und auch die Montoya AP denken lässt. Uhren, die wie früher vielleicht die AP Royal Oak, die 1655, die ersten Daytonas, ihrer Zeit weit voraus sind und erst mit dem Blick des Historikers - mit grossem Zeitabstand - eine gebührende Wertschätzung erhalten. Das schnelle, unreflektierte Urteil - dem ich auch immer wieder zu schnell nachgebe - mal beiseite, fordern diese Uhren mich auf, mir über die Zukunft Gedanken zu machen. Das ist anstrengend und wollen einige sicherlich nicht, ich empfinde es jedenfalls momentan äusserst inspirierend.

Geschmack ist immer seiner Zeit unterworfen, davon können wir uns nicht lösen. Trotzdem wechselt mein Geschmack alle paar Jahre auf sehr gravierende Weise. Und das empfinde ich auch als gut so. Wer weiss, vielleicht denken viele von uns in 20 Jahren - eine goldene Patek am Handgelenk - über die schönen, wilden Jahre im Rolex Forum nach, was für eine schöne Zeit das war, aber man heute sich nicht vorstellen könne, mit einer Stahluhr unter Leute zu gehen ... )

Bei aller wundersamen, unterschiedlichen Betrachtungsweise von Welt, würde ich dennoch bitten, dass man erste, zu kurz gedachte Haltungen überprüft und sich nicht zu einem lapidaren Daumen rauf und runter Niveau hinreissen lässt. Das ist einfach und trivial.

Gedanken sind gefragt und es gibt einige hier, die zu diesem Thema beitragen könnten. Andere, eher schlichte Gemüter, bitte ich um die vornehme Zurückhaltung ihrer Ergüsse, sie verraten nur, wessen Vaters Kind sie sind ...

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