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  1. #61
    Double-Red Avatar von Uhrendicki
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    Zitat Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen

    Die Frau geht aus dem Laden und freut sich tierisch über ihre neue alte Uhr.



    Für die Welt der Serifen-Freaks, Fat Fonts MKI bis MK schlagmichtot und Schließencode-Fetischisten mag das nichts sein, aber der Markt ist eben mehr als vielschichtig.

    Und genau darauf kommt es an. Kundin ist glücklich und alles ist gut. Und die Dame kann sich jederzeit (zB bei fälligem Service, Weiterverkauf, etc) auf das C im CPO berufen.

    Für die Hardcore-Vintage-Gemeinde ist das natürlich nix, aber wie Peter oben richtig schreibt: der Markt ist mehr als vielschichtig (und so viele Menschen außerhalb unserer Bubble freuen sich über Nicht-Hype-Modelle wie BiCo mit Steinchen, usw)
    Beste Grüße, Dirk

  2. #62
    Steve McQueen Avatar von Vanessa
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    Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
    Gruß,

    Michi

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  3. #63
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    CPO heißt nicht automatisch, die Uhr war bei Rolex und hat dort eine Verjüngungskur genossen.

    Es kann auch sein, dass die bei einer Rolex zertifizierten Werkstatt war und überprüft wurde.

    Das erklärt für mich den teilweise nicht makellosen Zustand.

    Wenn die Uhren wie werksfrisch (oder zumindest Rolex Rundumservice inkl. Austausch nicht aufarbeitbarer Komponenten) im CPO landen würden, na dann wäre das schon was ganz anderes.

  4. #64
    Steve McQueen Avatar von AndreasL
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    Sind wir da nicht wieder bei dem Punkt Rolex CPO und "Sonstiges" CPO? Sofern ich Percy richtig in Erinnerung habe, wird beim Rolex CPO zumindest eine Revi durchführt und die Uhr bei Rolex zertifiziert.

  5. #65
    Administrator Avatar von PCS
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    Genau. Revision / Aufarbeitung erfolgt in der Werkstatt des jeweiligen Konzessionärs, anschließend wird die Uhr bei Rolex selbst noch geprüft und zertifiziert.
    Gruß Percy



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  6. #66
    Double-Red Avatar von obiwankenobi
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    Ich bin da ganz beim Peter.

    Ich würde aber noch einen Schritt weiter gehen.

    CPO bedeutet hier ganz klar: buy the seller.

    Der Kunde kauft:

    1. Sicherheit vor Fakes
    2. Keine versteckte Service-Historie
    3. Keine Diskussion bei späterem Service
    4. Werthaltigkeit durch offizielle Herkunft


    Der Preisaufschlag im CPO ist nicht für die Uhr. Er ist für das Gefühl von Kontrolle um das wissen, dass es eine "saubere" Uhr ist.

    Deshalb kauft der Kunde die Sicherheit der Herkunft. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gut Fakes geworden sind oder in Gelsenkirchen ganze Tresorräume leergeräumt werden.
    **CERTIFIED ADHS TAX ROLEX BUYER**

  7. #67
    Administrator Avatar von PCS
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    Zitat Zitat von Vanessa Beitrag anzeigen
    Percy: Die Kunden, von denen ich weiss, hatten bei (alles nur Plexis) ihren Uhren die Erwartung, daß alles original wäre und ich denke, dieser Gedanke ist richtig und angebracht.
    Wenn ich bei Daimler einen alten 6.9er kaufe aus einem CPO Programm (so es dies gäbe) würde ich auch den alten V8 erwarten und keinen neuen aus ner AMG Rutsche 40 Jahre später. Original wären sicher beide. Zeitkorrekt nicht.
    Genau. Original ja. Zeitkorrekt eher nein. Wobei man jetzt wieder diskutieren könnte, ob beispielsweise ein neues Lünetteninlay wirklich dem alten V8 entspricht oder nicht eher einem Satz neuer Reifen. Da erwartet man sich ja auch keine Originalen aus 1982. Aber ja, das wird der eine so, der andere so sehen. Wichtig ist die offene Kommunikation gegenüber dem Kunden, wobei ich da halt davon ausgehe, dass das Fachwissen hinsichtlich Vintage im Fachhandel nur selten so detailliert sein wird wie hier bei der ein oder anderen Koryphäe.
    Gruß Percy



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  8. #68
    Double-Red Avatar von obiwankenobi
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    Zitat Zitat von PCS Beitrag anzeigen
    Genau. Original ja. Zeitkorrekt eher nein. Wobei man jetzt wieder diskutieren könnte, ob beispielsweise ein neues Lünetteninlay wirklich dem alten V8 entspricht oder nicht eher einem Satz neuer Reifen. Da erwartet man sich ja auch keine Originalen aus 1982. Aber ja, das wird der eine so, der andere so sehen. Wichtig ist die offene Kommunikation gegenüber dem Kunden, wobei ich da halt davon ausgehe, dass das Fachwissen hinsichtlich Vintage im Fachhandel nur selten so detailliert sein wird wie hier bei der ein oder anderen Koryphäe.
    Aber ab wann wird das für den Kunden relevant? Innerhalb des CPO Programms sicherlich nicht.
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  9. #69
    Air-King
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    Ich war kurz vor Valentinstag bei Bucherer, um mir ein paar IWCs anzuschauen, da kam eine Dame (Mitte 30) rein und sagte "Ich möchte meinem Mann eine Rolex zum Valentinstag schenken". Die Verkaufsberaterin musste kurz lächeln und meinte, dass je nach Modell mit Wartezeiten von 1-2 Jahren mindestens zu rechnen sei. Die Dame war erst schockiert. Dann hieß es, es gebe aber Vollgoldmodelle zum mitnehmen oder CPO. Die beiden gingen dann los, um sich die CPO Modelle anzuschauen. Weniger als 2 Minuten später verließ die Dame wieder das Geschäft.
    Wenn man nicht im Game ist, ist es schwer jemandem zu erklären, dass eine gebrauchte und alte Rolex Uhr mit lediglich 2 Jahren Garantie teuerer ist als ein nagelneues Modell.

  10. #70
    Oyster
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    Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:

    Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
    Geändert von Stenius (25.02.2026 um 14:23 Uhr)

  11. #71
    Deepsea Avatar von Uhr-Knall
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    Zitat Zitat von Vanessa Beitrag anzeigen
    Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
    Und genau das habe ich tatsächlich auch erwartet. Das eine Vintage, gekauft über CPO, in allen Teilen korrekt und zeitlich zueinander passend ist. Dann hätte ich den erhöhten Preis ja noch irgendwo nachvollziehen können aber so…..
    Gruß Gunnar

  12. #72
    Deepsea Avatar von Uhr-Knall
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    Zitat Zitat von Vanessa Beitrag anzeigen
    Da gehe ich konform, der Kunde muss happy sein. Was in meinen Augen nicht geht: Unterschwellig Erwartungen wecken, wenn auch nicht explizit geschrieben, und diese dann nicht erfüllen (können). Es gibt auch Leute, die sich für Vintage interessieren, aber ängstlich sind- die fühlen sich dann angesprochen und fallen möglicherweise rein.
    Und genau das habe ich tatsächlich auch erwartet. Das eine Vintage, gekauft über CPO, in allen Teilen korrekt und zeitlich zueinander passend ist. Dann hätte ich den erhöhten Preis ja noch irgendwo nachvollziehen können aber so…..
    Gruß Gunnar

  13. #73
    GMT-Master
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    Ganz so alte Uhren gibt es doch gar nicht im CPO Programm. Ich weiss nicht, ob es ein hartes Limit gibt, aber 50 Jahre alte DD, DJ oder OP sieht man schon eher auf C24, Ebay,.... und das nicht gerade selten, davon gibt es sehr viele.

    Ich bin auch pragmatischer bezüglich der Frage, ob das von den Teilen alles so ist, wie es ausgeliefert wurde. Ich hab mich aber auch nie für eine besonders rare Version die diesem oder jenen Detail auf dem ZB oder was auch immer bezüglich Kauf interessiert. Insofern ist es mir egal, wenn das ZB z.B. nicht zum Alter passt sondern 5 oder 10 Jahre jünger ist. Solange es auch von Rolex ist und problemlos rein passt. Ich hab auch keinen finanziellen Verlust zu befürchten, weil ich eben gar nie den preis für die so gesuchte version xy gezahlt hab, sondern was eben so eine ganz normale DJ,.... aus dem Jahr kostet in dem Zustand. Und ich hab die Uhr auch so gekauft, wie sie ist, weil sie mir so wie sie ist, auch gefällt. Wenn Rolex das so nie vorgesehen hat? Mir doch egal.

    Ich kann aber verstehen, dass Fans von besonderen raren Versionen oder historisch korrekten Uhren das anders sehen und sich dann entweder sehr tief in die Materie einarbeiten oder diese Sicherheit über CPO haben möchten. Mir persönlich ist das die Zeit oder den Aufpreis aber nicht wert. Uhr gefällt, keine Teile von Drittherstellern dran oder wenn doch, dann klar deklariert wie "Custom Dial verbaut", dann passt das auch.

  14. #74
    Administrator Avatar von PCS
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    Zitat Zitat von Stenius Beitrag anzeigen
    Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:

    Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
    Schöner, differenzierter Vergleich.
    Gruß Percy



    "Ferner wird hier auch auf Ihrem Profil sehr viel Diversität benötigt."

  15. #75
    Steve McQueen Avatar von Vanessa
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    Zitat Zitat von obiwankenobi Beitrag anzeigen
    ...
    4. Werthaltigkeit durch offizielle Herkunft


    Der Preisaufschlag im CPO ist nicht für die Uhr. ...
    ...
    So ist es richtig. Ich habe selbst schon eine CPO 16710 angekauft. Die war 2021 für 12300 Euro bei B. Berlin gekauft worden. Der Preisverfall war über 30%- und das bei einer begehrten Uhr.
    Gruß,

    Michi

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  16. #76
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    Das einzige was mir übel aufstößt ist die Diskrepanz zwischen Ankaufspreis/Ankaufsangebot und Verkaufspreis.

    Ich hatte eine verklebte 216570 BD und dachte mir, das sollte ein einfaches sein und in einem akzeptablen Angebot münden.

    Langer Rede kurzer Sinn, Interesse war da aber man müsse die Uhr ja aufarbeiten etc. und man könne mir 7k oder 7,5k als Gutschein anbieten.

    Wo ist dieser Preis auch nur im Entferntesten realistisch, für den Preis würde ich zwei nehmen.

    Eine 216570 aufgearbeitet wird derzeit für 11,4 k z.B. angeboten, das steht in keinem Verhältnis.

    Die Uhr ging dann wenige Tage später an einen renommierten Juwelier für einen tatsächlich Marktgerechten Preis.
    ROLEX-WEAPON OF CHOICE

  17. #77
    Double-Red Avatar von madmax1982
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    Tja, der Gewinn liegt im Einkauf. Keiner wird gezwungen, zum schlechtesten Kurs zu verkaufen.


    Gruß, Max

    Bollinger!

    Wenns '69er ist, haben Sie mich erwartet.

  18. #78
    PREMIUM MEMBER Avatar von slc5.0
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    Genau diese Erwartungshaltung wird geschürt und oft nicht geboten.
    Kunden kaufen oft deshalb recht teuer und werden enttäuscht.

    Das ist schon problematisch wie ich finde
    Gruß Hansi

  19. #79
    Submariner Avatar von Babbelschnuut
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    Ganz deiner Meinung
    Gruß Jochen

    "Maßlose Übertreibung erleichtert das Verständnis !"
    Lenin

  20. #80
    Explorer Avatar von Renke
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    Zitat Zitat von Stenius Beitrag anzeigen
    Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:

    Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
    Diesen guten und verständlichen Vergleich hat diese Diskussion gebraucht, danke. 👍🏻

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