Sehr interessanter Artikel aus der Wirtschaftswoche, ein Redakteur schreibt (Auszug):
„Ich habe mich nach dem Urteil gestern gefragt, wie lange das Stickoxid-Problem eigentlich schon bekannt ist und seit wann die Autobauer dafür Lösungen parat haben. Ich dachte so an gute zehn Jahre. Ein Blick in unser Pressearchiv belehrte mich eines Besseren: „Stickoxide gelten als Mitverursacher am Sommersmog“, schrieb die WirtschaftsWoche 1996. Und weiter: „Die Europäische Kommission will deshalb besonders strenge Grenzwerte festlegen, die im Jahr 2000 in Kraft treten sollen. Mit den heutigen Reinigungstechniken lassen sie sich nicht einhalten.“
Aber, so wusste die WirtschaftsWoche damals auch zu berichten, es gab bereits eine Lösung: „Forscher der Daimler-Benz AG in Stuttgart haben ein Verfahren entwickelt, um die Stickoxide im Abgas von Dieselmotoren unschädlich zu machen.“ Für Lkw hätten Mercedes und MAN eine Abgasreinigung entwickelt, bei der „Stickoxide bei der Reaktion mit Harnstoff zerstört werden“. In Bayern sei „vor wenigen Tagen ein zweijähriger Pilotversuch mit MAN-Lkw angelaufen.“ Ein Jahr später war die Technik auch für Autos einsatzbereit und wurde auf der Automesse IAA präsentiert.
Diese Art der Neutralisierung von Stickoxiden mittels Harnstoff funktioniert tadellos. Sie sorgt heute dafür, dass Lkw praktisch kein Stickoxid-Problem mehr haben. Bei den Autos aber sparten sich die Autobauer die aufwändigere Reinigung, um Kosten zu sparen und Kunden nicht mit dem Nachfüllen von Harnstofflösung zu nerven. Sie bauten keine oder nur schlecht funktionierende Harnstoff-Technik ein, aber vermarkteten die Autos skrupellos als „Clean Diesel“.
Deshalb reden wir heute über Fahrverbote. Nicht wegen der Deutschen Umwelthilfe.“ Zitat Ende.
Und die Politik hat die Industrie gewähren lassen ..... (da sie betrogen wurde) - wissentlich? Wer weiß es?
Ergebnis 81 bis 100 von 110
Hybrid-Darstellung
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01.03.2018, 16:55 #1
Beste Grüße, Heinrich
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01.03.2018, 20:39 #2
In meinen Augen geht es wiedermal nur ums Geld. Es werden mehr neue Autos verkauft werden, da die alten Fahrverbote bekommen. So nimmt der Staat wieder durch die Mwst.-Einnahmen mehr ein. Dazu kommen Strafen für die Fahrverbote, durch die wieder mehr die Staatskasse gefüllt wird. Ein großer Teil dieser Autos wird finanziert werden, somit von jedem Kreditvertrag wieder mehr Geld für den Staat. Die Banken bzw. Leasingfirmen werden kräftig mitverdienen und auch wieder Steuern abliefern. Dazu verschulden sich die Leute, die neue Autos kaufen und gehen weiterhin brav arbeiten um ihre Schulden abzuarbeiten. Die großen Konzerne haben ihre Auftragsbücher voll gefüllt und das wirkt sich auf den gesamten Rattenschwanz an Subauftragnehmern aus. Und alle zahlen brav Steuern aus ihren Gewinnen. Diese Steuern finanzieren dann die nächsten Kontrollsysteme ala Fahrverbote für Städte, aus denen wiederum neuen Strafmöglichkeiten entstehen werden, die frisches und laufendes Geld in die Staatskassen bringen werden. Ach ja, die Umwelt habe ich vergessen
Beste Grüsse, Martin
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01.03.2018, 20:47 #3
Naja, bisschen einseitig, diese Sicht.
77 Grüße!
Gerhard

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04.03.2018, 00:27 #4
Lesenswert: http://orf.at/stories/2428287/2428291/
— Roland —
2084
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04.03.2018, 02:27 #5Deepsea
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- 21.10.2009
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- 1.152
Für Menschen, die in der Stadt wohnen und dort auch arbeiten, ist alles bestens...
Für den Berufspendler ohne eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr,
sind solche Sätze wie, es gäbe kein Grundrecht auf Autofahren ein Schlag ins Gesicht.
Ein befreundeter Autohändler hat mehrere große Diesel günstig letzte Woche aufgekauft und
sieht keinerlei Problem, die Autos ins benachbarte Ausland zu verkaufen, der Pole freut
sich über große günstige SUV aus Deutschland.
Hier ein interessanter Artikel mit dem Ansatz, dass Thema ideologiefrei zu betrachten...
http://t.dnn.de/Dresden/Lokales/Dres...ch-AutoverkehrUnterstelle nie Bösartigkeit,
wo Dummheit als Erklärung ausreicht.
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04.03.2018, 07:17 #6
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04.03.2018, 08:19 #7
Ich wohne in Bonn, arbeite in Köln.
Täglich fahre ich mit dem Auto 35min inkl. Berufsverkehr. Mit den ÖPNV bräuchte ich 1:38, davon 36 min zu Fuß und müsste 3 mal umsteigen. So richtig klappt es also auch nicht.
Wenn mein Diesel ausgeschlossen wird, fahre ich halt mit meinem Benziner zur Arbeit, der das 3- fache verbraucht. Ob das Sinn der Sache ist?Geändert von Nixus77 (04.03.2018 um 08:21 Uhr)
Gruß Toan
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04.03.2018, 09:53 #8
Ich mag den Begriff "Verkehrsverflüssigung", denn das ist ein großes Problem in Deutschland. Ich verbringe als Pendler pro Woche im Schnitt 20 % der Fahrzeit in größtenteils vermeidbaren Staus. Die unzähligen, nie enden wollenden Baustellen und Jahrzehnte schlechter Verkehrsplanung fordern ihren Tribut.
Beste Grüße,
Marcus
Prisencolinensinainciusol
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04.03.2018, 12:07 #9
Danke für den interessanten Link. Anscheinend ist es doch noch möglich, sich auf Fakten und Zusammenhänge zu besinnen. Wer eine dreiviertel Stunde Zeit hat, sollte sich die Sendung Quarks & Co. vom 27.02.2018 ansehen: https://www1.wdr.de/mediathek/video/...g-ist-100.html
Grüße, Sebastian
The road to hell is paved with good intentions.
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04.03.2018, 07:44 #10Deepsea
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Eine der Kernaussagen des Interviews :
„Fünf bis acht Mikrogramm kommen aus dem Autoverkehr. Zwei bis vier Mikrogramm aus Abgasen und dann wirbeln Autos, unabhängig ob mit Diesel oder Benzin angetrieben, ja auch selbst Feinstaub auf. Die Abgasbelastung ist also minimal gegenüber der natürlichen. In Inversionswetterlagen können die Feinstaubwerte auf 100 bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen. Wenn Sie da den kompletten Verkehr sperren, haben Sie vielleicht zehn Mikrogramm weniger. Das reduziert die Spitzenbelastung faktisch gar nicht.“Unterstelle nie Bösartigkeit,
wo Dummheit als Erklärung ausreicht.
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04.03.2018, 08:51 #11
Wer das Chaos in München bei der S-Bahn die letzten Tage mitbekommen hat, weil es Winter war, kann sich denken, dass selbst in den Großstädten beim ÖPNV noch genug zu optimieren ist, damit es vernünftig läuft. Zudem sind die Bahnen auch gar nicht dafür ausgelegt, dass jeder jetzt sein Auto stehen lässt.
Trotzdem nutze ich in München sehr oft die U-Bahn und das Auto vielleicht noch 1-2 mal die Woche, wenn ich sonst so hin muss. Das aber gerne und teilweise muss ich dann auch 70km irgendwo hinfahren, wo ich mit dem Zug nicht hinkomme, weil es einfach auf dem Land draußen ist. Das wäre völlig unmöglich.
Ich kenne aber auch das Ruhrgebiet und da ist der Ausbau gar nicht vergleichbar. Busse fahren nur alle 30min, man muss dauernd umsteigen und dann wieder ewig warten. U-Bahnen der Städte sind so lala, wenn vorhanden und auch gar nicht miteinander verbunden (obwohl das Ruhrgebiet ja fast eine riesige Stadt ist) und hier wird echt viel Potential verschenkt.
Interessant, dass immer alle so "easy" ohne KFZ auskommen, aber der Grund, warum sie es dann doch nicht tun, die Bequemlichkeit ist.
So einfach ist es dann ja doch wohl nicht.
Hic Rhodos, hic salta
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04.03.2018, 11:30 #12
Kurz und knapp Donnerstag Diesel verkauft, Verlust ca 10% zu verschmerzen (5 Jahre alt), Benziner gekauft.
Gruß
Michael
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04.03.2018, 13:50 #13Deepsea
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Falls jemand sich von einem großen Diesel-SUV oder Panamera trennen möchte,
bitte ich um PN....:-)Unterstelle nie Bösartigkeit,
wo Dummheit als Erklärung ausreicht.
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16.05.2018, 20:56 #14Gesperrter User
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Verbotsschilder werden montiert, noch im Mai soll es erstmals in Deutschland Fahrverbote für Dieselfahrzeuge geben. Hamburg macht den Auftakt - weitere Städte werden folgen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/d...a-1204910.html
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16.05.2018, 21:12 #15
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07.06.2018, 16:37 #16— Roland —
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08.06.2018, 21:43 #17
Man wird sich schnell an die neue Situation gewöhnen. War doch schon immer so. Als Kind kann ich mich noch an die Diskussionen Bleifrei VS. Bleibenzin oder Kat VS Ohne Kat erinnern.. da waren Stammtischparolen dabei. So ist nun mal der Fortschritt, am Anfang schmerzhaft, am Ende notwendig.
Beste Grüsse, Martin
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20.06.2018, 21:49 #18
https://www.kfz-betrieb.vogel.de/pol...DBB419B0F3CEAE
Ist das wirklich nötig?
Richtige Polizeiarbeit seiht wirklich anders aus.Sie wurden soeben beleidigt von Ihne Ihrm Direggdär Hesselbach
Fangt mir nicht an mit dem Universitätsblabla Du Six Sigma Spinner. Ich habe keinen Duden dabei und will es auch nicht hören
Übrigens, nur die inneren Werte zählen. Thomas, 52, Organhändler
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20.06.2018, 22:33 #19Gesperrter User
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Die Meinungen, wo die Polizei Schwerpunktarbeit leisten soll, sind recht breitbandig. Bewirb dich doch in deinem BL als Justiz- und Polizeivorsteher
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20.06.2018, 23:03 #20
Oder als Scharfrichter, der diesen elenden edelmannweinsaufenden und überbezahlten Staatsbeatmeten den nichtsnutzigen Wasserkopf abschlägt.
— Roland —
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