Hier ist noch ein "Geschädigter". Meine SD43 126600 aus 2018 mit dem 3235 war auch von dem Nachgang betroffen.
Am Anfang lief sie konstant bei normaler Nutzung etwa 1-2 Sekunden täglich im Minus.
Das kannte ich vorher nicht von meinen anderen Kronen, die liefen mit dem 3135 Werk absolut stabil von 0 bis max +1 täglich und zwar unabhängig von Tragezeit, ob Sommer oder Winter oder sonstigen Umständen.
Bei der SD mit dem neuen Werk war schon nach kurzer Tragezeit zu bemerken, dass sie nur stabil lief, wenn sie immer gleichmäßig getragen wird. Sport oder viel Bewegung mochte sie nicht und zu wenig Tragezeit auch nicht. Immer dann, wenn die Feder über einen bestimmten Punkt hinaus aufgezogen oder wieder entspannt wurde, gab es heftige Ausreißer im Gangverhalten, teils von mehreren Sekunden pro Tag. Ich führe dies auf das neue, große Federhaus zurück. Auch Temperaturunterschiede mochte sie überhaupt nicht. Im Winter lief sie stabiler als unter sommerlichen Temperaturen. Ich habe es aber akzeptiert, weil ich die Uhren ohnehin nur mal wenige Tage trage und danach wechsele.
Nach etwa 3 Jahren bemerkte ich, dass der Nachgang langsam größer wurde. Es waren dann mal 3 Sekunden, es wurde von mal zu mal mehr. Wenn die Uhr einmal lief, hielt sie den Nachgang konstant. Beim nächsten Aufziehen zum Tragen wurde es jedes Mal eine Sekunde Nachgang mehr. Irgendwann war ich dann bei -12 Sekunden und zwar unabhängig davon, ob sie zu Beginn voll aufgezogen wurde oder nur leicht aufgezogen und dann gleich getragen wurde. Für mich war klar, dass ich das dauerhaft nicht akzeptieren kann und es auch mit zunehmender Zeit nicht besser wird.
Vor Ablauf der Garantie habe ich sie dann zur Reparatur gegeben und konnte sie etwa 3 Wochen später wieder in Empfang nehmen. Momentan läuft sie nun mit etwas Vorgang von 2-3 Sekunden täglich. Besser war sie wohl auf Nachfrage nicht einzuregulieren. Die Information, die ich dazu erhalten habe, war dahingehend, dass die Uhr nicht nur neu geschmiert wurde, sondern noch etwas anderes repariert wurde. Genaues erfährt man nicht, aber mein Ansprechpartner meinte, die Uhrmacher würden schon mit den Augen rollen, wenn wieder ein neues Werk zur Reparatur käme. Daraus folgere ich, dass es nicht gerade Einzelfälle sind, sondern die neuen Werke (noch) nicht so problemlos sind wie man das gerne hätte. Meine Uhr ließ sich wohl trotz einiger Versuche nicht besser einstellen als die besagten 2-3 Sekunden. Sobald man weiter reduziert, würde die Uhr gleich wieder ins Minus fallen. Nun ja, mir ist der geringe Vorgang natürlich lieber als Nachgang und da ich die Uhren nur ein paar Tage am Stück trage, kommt es nicht darauf an. Die Erklärung lässt allerdings vermuten, dass hier doch noch einiges im Argen liegt und es wohl noch Zeit braucht, bis die neuen Werke so ausgereift sind, so dass man sich auf sie verlassen kann.
Ich habe daraus für mich mitgenommen, dass ich auf gar keinen Fall meine alten 3135er Uhren hergebe für neue Modelle. Jedenfalls so lange nicht, bis sicher ist, dass die neuen Werke das Prädikat „Traktor“ verdienen. Da wird man noch ein paar Jahre warten müssen.
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Thema: Ganggenauigkeit Kaliber 3235
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18.11.2022, 21:05 #1Oyster
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Best wishes, Joe
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