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  1. #11
    Hier meine Erfahrungen mit meiner DJ 41

    Auf der Zeitwaage am 25.10.2018

    ZB oben: 0 Sekunden/24h - 263 Grad - 0,1 ms
    Krone links: -1 Sekunden/24h - 222 Grad - 0,0 ms
    Krone unten: -2 Sekunden/24h - 227 Grad - 0,1 ms
    Krone rechts: -3 Sekunden/24h - 222 Grad - 0,1 ms
    Krone oben: -2 Sekunden/24h - 218 Grad - 0,3 ms
    ZB unten: 0 Sekunden/24H - 257 Grad - 0,0 ms

    Eine Monat später - Die Uhr lief durchgehend:

    ZB oben: +0 Sekunden/24h - 271 Grad - 0,2 ms
    Krone links: -2 Sekunden/24h - 226 Grad - 0,1 ms
    Krone unten: -2 Sekunden/24h - 232 Grad - 0,2 ms
    Krone rechts: -3 Sekunden/24h - 222 Grad - 0,0ms
    Krone oben: -2 Sekunden/24h - 223 Grad - 0,2 ms
    ZB unten: +2 Sekunden/24H - 262 Grad - 0,0 ms

    Erläuterungen: Die ersten Ziffern geben die tägl. Abweichung in Sekunden an. - Die zweiten Ziffern geben die Schwingungsweite der Unruhe an. Hier dürfen diese nur qualitativ beurteilt werden, da ich den sogenannten Hebungswinkel dieses Uhrwerks nicht kenne und somit auf der Zeitwaage nicht vorgeben konnte. Qualitativ bedeutet somit, dass die Schwingungsweiten hier zwar gut beieinander liegen, aber quantitativ nicht exakt ermittelt sind. - Die dritte Zahl gibt den sogenannten Abfallfehler an. Der sollte in den waagrechten Lagen unter 0,4 Millisekunden liegen. Abfallfehler bedeutet: Man stelle sich eine mechanische Pendeluhr an der Wand vor. Wenn man diese nun etwas aus der senkrechten Lage bringt, hört man deutlich wie unsymmetrisch der Unterschied zwischen Tick - Tack und Tack - Tick klingt. Das ist der Abfallfehler.

    Betrachtung zu meinen Messwerte: Zunächst ist festzustellen, dass sich die Ergebnisse innerhalb eines Monats *praktisch* entsprechen, also stabil sind.
    Der maximale Gangunterschied zwischen den 6 Lagen beträgt 5 Sekunden. Das ist für ein mechanisches Uhrwerk hervorragend!

    Die durchschnittliche Gangabweichungpro Tag beträgt rechnerisch:

    am 25.10. -1,3333333... Sekunden am Tag und
    am 26.11. -1,1666666... Sekunden am Tag.

    Wie sind diese Werte zu beurteilen? Die Aussage v. Rolex bezüglich der Gangabweichung bezieht sich auf die rechnerischen Durchschnittswerte auf der Zeitwaage. Kein Hersteller kann Gangwerte bezogen auf den Träger einer Uhr garantieren Vor diesem Hintergrund wird bei meiner Uhr das Versprechen v. Rolex klar eingehalten (-2 bis +2 Sekundn am Tag) Objektiv ist meine Uhr sogar hervorragend einreguliert, wenn man die Werte in den unterschiedlichen Lage miteinander vergleicht. Das ist allerhöchste Präzision und bei einem mechanischen Werk kaum zu übetreffen. Und jetzt kommt die Praxis:

    Meine Uhr geht durchgehend am Arm ca. vier Sekunden am Tag *nach*. Lege ich sie während der Nacht in der Lage ZB oben ab, verbessert sich das Ergebnis auf ca. minus zwei Sekunden am Tag.

    Fazit: Ein Reklamationsgrund ist hier eindeutig *nicht* gegeben. Ich könnte jetzt den Konzi bitten (Uhr hat LC100), die Uhr etwas vorzuregulieren. ABER das ist riskant, denn angesichts der sehr geringen Lagefehler der Uhr bestünde die Gefahr, zwar eine vordergründige Verbesserung des Nachgehens zu erreichen, aber womöglich dabei die hervorragende Regulierung innerhalb der Lagen zu gefährden. Folglich lasse ich alles so wie es ist.

    Nachbemerkungen:

    Es ist richtig, dass man über das 3235-Kaliber erst in vielen Jahren ein endgültiges Urteil fällen können wird. Interessant sind dabei die Langzeitstabilität der Gangwerte und das Aufbauen der 70-Stunden-Gangreserve.

    Uhren mit diesem Werk, die in der Praxis deutlich von den oben geschilderten Verhältnissen abweichen, und das gilt vor allem wenn deren Gangeigenschaften sich nach längerem Tragen erheblich verändern, sollten unbedingt reklamiert werden.
    Geändert von Ewald 2018 (26.11.2018 um 16:57 Uhr) Grund: Tippfehler

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