Reiseberichte, ich steh drauf, lese Jeden hier.
Für mich das Salz in der Suppe des Forums.
Ab und an hab ich auch mal Einen eingestellt, aber das hier ist schlimm, ich hab nämlich nur 15 oder 18 Fotos gemacht.
Warum?
Ich hab keine Ahnung.
Und da Reiseberichte ja von Bildern leben wird das kein Spaß, ist mir aber egal.


Dieser Bericht wurde erst möglich durch Haase-Reisen, deswegen erst mal das offizielle Maskottchen aller von Biff organisierten Reisen. Leider kein Fuchs. Man kann nicht Alles haben.


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Thailand, hmmm, dachte ich, als meine Frau das Ziel vorgab.
Ich wollte in die Südsee, meine bessere Hälfte meinte aber, daß wir das nicht jedes Jahr machen können, zu weit, zu lange Anreise, zu zu zu.
Ok, also Thailand. Ich war zehnmal hier, das letzte Mal vor 12 Jahren.
Kuki hatte mir erlaubt die Location auszuwählen, das fiel mir dank Biffs Hochglanzkatalogen recht leicht. Ich hab dann Kata Rocks gewählt, Privatsphäre, Ruhe, keine Freaks, die hier Einen auf Wassersport mit lauten Geräten machen. Keine Zwei-Wochen-Touris, die sind, außer Uns, nämlich die Schlimmsten.
Die Bauweise ist nicht typisch Thai, kein Bambus, kein Holz, kein Plumpsklo. Schon sehr stylisch, bestimmt nicht Jedermanns Sache, ich steh aber auf kranke Architektur. Und das kann man hier ohne Zweifel behaupten.
Eingebettet ist der, recht kleine Komplex, in eine Welt der Felsen, ich will gar nicht wissen, wie sie das Ding hier reingehauen haben. Spektakulär.

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Bewegung ist hier Fremdwort, die Anlage bietet keine Möglichkeit sich mal umzuschauen, ein wenig auf den Felsen rumklettern, ja, aber da bin ich vorsichtig geworden seit meinem Fußbruch in der Südsee.
Die brutalste aller Hanglagen, die ich bisher erlebt habe, wäre vielleicht ein gutes Trainings-Center für QDDS - Teilnehmer, für mich nur Buggy und die Wahl zwischen Main Road und Beach.


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Das wäre dann also unser Häuschen für die zwei Wochen.


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Ich dachte, hat sich bestimmt verändert, dieses T-Hailand, nach 12 Jahren.
Nope, immer noch dasselbe Krebsgeschwür, ein Sammelsurium von Billo -Touris, Bumbsbomber - Fliegern und Eastpak - "ich habe schon die halbe Welt gesehen" - Vollhonks.
Zu aggro? Nein, dieses Land ist so wunderschön, wenn keine Ausländer hier wären. Jeder wills billig, billig, billig. Kann ich ja auch verstehen, aber es wird lästig, wenn man nur noch umgeben ist von Schacherern und "make good price" - Spackos.
Also hab ich mich aufs Hotel und eine Bob Marley-Gedächtnis-Bar konzentriert, und auf das "Two Chefs" -Restaurant an der Main Road. Sehr geiles Thai-Food, aber auch Steaks und fangfrischer Fisch.

Essen fotografiere ich immer schlecht, und in Restaurants erst recht nicht, deswegen nur ein mieses Bild vom Chef und mir.
Und Nein, ich habe kein Parkinson, ich bin immer so nervös.


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Back to Hotel, am ersten Tag dachte ich, Bidde, was ist das denn für ein läppisches Frühstück? Paar Scheiben Wurst, bisschen Brie und ein Bircher-Müsli?
So, jetzt fahr ich nach Hause.
Aber getäuscht, Obst, Gemüse und die oben erwähnten Kleinigkeiten sind nur Deko. Das Frühstück kommt á la carte, und wie. Herausragende Eierspeisen, Waffeln, 30 Kaffesorten, genauso wie Tee. Alles auf den Punkt, Alles höchste Qualität.
Der Service ist halt Thai-Style, man braucht ein wenig Geduld, macht aber Nix, man darf ja rauchen, und der Eistee ist so mit das Beste, was ich bisher zum Frühstück getrunken habe, außer Bier.

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Das Schlimmste an schlechten Reiseberichten, keine Eindrücke von Land und Leuten.
Oder eben auch das Schönste am Reisen, wer weiß das schon?
Fakt ist, daß man sich im Kata Rocks verlieren kann, es sind zwar andere Gäste da, man sieht sie nur eben nicht. Was soll ich da bitteschön fotografieren?
Ein wenig Blick auf die kleine Insel vorm Fenster?
Von mir aus.

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Bisschen Indoor?
Auch ok.

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In T-Hailand kochen die Leute gerne auch im Urlaub, ich werde das nie verstehen, aber das ist ja auch nebensächlich. Eigentlich hat man ein kleines Haus mit allem Pipapo, macht es mir immer einfacher anzukommen. Große Küche, ein halbes Dutzend Fernseher, viele Fernbedienungen (das finden ja manche Leute geil, ich bevorzuge die Rentner-Variante, one click, alles schick), geiles Bad (kein Bild), und die Möglichkeit, die Tür zuzumachen und alleine zu sein.

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Der kleine Infiny auf der Terrasse, sehr nett für faule Säcke, wie ich es halt bin.


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Auch abends, immer ok eigentlich.


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Am hoteleigenen Pool wären wir bestimmt auch nicht in den Jammer-Modus verfallen, aber da ist der Service immer so präsent. Im Ernst, da kommen drei Angestellte auf einen Gast, das ist lieb, mir aber hier und dort zu viel.

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Und dann?
Wie immer.
Meine Frau.
Lass uns mal was machen, ich hasse das, wirklich.
Also mal nach Ao-Nang, da hab ich mal 9 Wochen vegetiert, hundert Jahre her, mein muslimischer Tätowierer hatte zu, es regnete, also wieder zurück, und nun?

Ein Boot wäre schön.
Ja, find ich auch, aber bitte ohne Menschen.
Keine Route bitte, einfach Boot.
Ging, hat keine zwei Stunden gedauert, da war das fix.

Der Typ da Rechts ist Crew, der hat das genauso genossen wie wir, drauflosfahren, 8 Stunden dem Regen ausweichen, treiben lassen, war ein geiler Tag.


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Final, was soll man sagen?
Wenig Fotos gemacht, von Thailand weniger gesehen als bei einem Dia-Vortrag, jede Sekunde genossen, so alleine gewesen, wie ich das gerne bin.
Noch Farbe mitgenommen.

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Und ja, das Tattoo ist ist wie der Bericht, schlecht.
Ich steh drauf.
Semmler halt.


Und Kata?


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Rocks!


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