Interessantes Thema, zu dem ich auch einige persönliche Erfahrungen beitragen kann.
Mit wenigen Unterbrechungen (eigentlich nur die Urlaube), mache ich eine Art "Intervall-Fasten" jetzt seit letzten Februar/März. Ich hab' mir folgenden Rhythmus angewöhnt: Einen Tag Essen (in Regel zwischen 7 und 21 Uhr), danach einen Tag Pause - eben wieder bis zum nächsten Tag morgens 7 Uhr. Also quasi: 36/12. Anfangs habe ich das die ganze Woche über gemacht. Im letzten halben Jahr, nur noch von Mo. bis. Fr. - sprich Mo. Pause, Dienstag Essen, Mittwoch Pause, Donnerstag Essen, Freitag Pause...und das ganze Wochenende Essen �� Wobei ich sagen muss, dass ich auch an den Esstagen eher wenig zu mir nehme und hier auf "Low-Carb" achte.
Es ist zwar nicht immer ganz einfach, diese rund 36h Pause ein zu halten, funktioniert aber mit etwas Disziplin ganz gut. Quasi von selbst kam dann dazu, dass ich wieder angefangen hab' Sport zu machen (Laufen, Radfahren, Fitness-Studio...) - gerade an "essfreien" Tagen hilft der Sport zur "Ablenkung" immens.
Positiver Nebeneffekt hierbei: ich hab' fast 30 kg abgenommen und meine gesamten Gesundheitswerte sind wieder viel besser.
Zum Thema Insulin/Insulinresistenz: Ich bin auch Typ2 Diabetiker und war Anfang letzten Jahres bereits bei 3 unterschiedlichen Wirkstoffen "angelangt" - die nächste und letzte Stufe wären dann Insulin-Spritzen gewesen ☹. Mittlerweile konnte ich 2 davon wieder komplett absetzen und vom dritten nehm' ich nur noch die Minimaldosis...und hier wird beim nächsten Check im März dann auch geprüft, ob ich die überhaupt noch benötige, da meine Werte jetzt absolut in Ordnung sind.
Auch mein Blutdruck ist natürlich jetzt wesentlich besser - auch hier wird gecheckt, ob ich überhaupt noch Medikamente benötigte. Mein Arzt und meine Diabetologin sind auf jeden Fall begeistert...und ich auch. Das einzig dumme ist, dass ich mich komplett neu einkleiden musste und das ich alle meine Uhren enger machen muss ��.
Hier auch ein kleiner Ausflug zum Thema Uhren: Mir hilft bei der Motivation auch das „Tracking“ über „Health- bzw. Trainings-Apps, da man hier die konstanten Verbesserungen schön sehen kann…ich hab‘ mir hierfür eine Apple-Watch geholt. Ich find sie zwar wirklich hässlich, trage sie aber nahezu täglich um meinen Trainingsfortschritt beobachten zu können. Nachteil: die ganzen schönen mechanischen Uhren bekommen jetzt viel weniger Tragezeit ☹
Ich hatte davor natürlich auch schon einiges andere ausprobiert (normale Diäten, Low Carb etc.), muss aber letztendlich sagen, dass diese Art Intervall-Fasten ziemlich gut für mich passt.
Das heißt natürlich nicht, dass das für jeden etwas ist, kann aber durchaus empfehlen, es mal aus zu probieren. Der große Vorteil für mich ist, dass es mir leichter fällt, bzw. für mich weniger Disziplin erfordert, 36h gar nichts zu essen, als dauerhaft auf „Kleinigkeiten“ zu verzichten.
Wie gesagt, alles nur meine persönlichen Erfahrungen, aber ich versuche, das erst mal weiter „durch zu halten“ und kann euch nur ermutigen, es eventl. mal selbst zu probieren.
Gruss
Spooky