Die ersten Fahreindrücke waren zwiespältig: der bärig klingende und auf Schlag anspringende Small block begeisterte. (Für Newbies: die Begriffe small block und big block lassen für sich allein nicht zwingend Rückschlüsse auf Hubraumunterschiede zu. So gibt es small blocks mit bis zu sieben Litern und big blocks mit 6,2 Litern Hubraum. Das Gehäuse des small blocks baut einfach kompakter.) Die Bremsen - wie oben bereits angedeutet - erfordern relativ hohe Pedalkräfte und haben einen eher diffusen Druckpunkt. Die Viergang-Automatik ließ im Stadtbetrieb und im Kurvengewirr des Bergischen viel Kraft im Wandler und schien immer wieder irgendwo zwischen den Gängen zu hängen. Das war enttäuschend!

Des Rätsels Lösung: das Schaltschema zeigt von unten nach oben die Positionen 1-2-D-D im Viereck. Automatisch schaltet man also von N in dieses eingerahmte erste D. Dieses allerdings hat eine Overdrive-Funktion und schaltet sehr früh hoch, offenbar frühen amerikanischen Verbrauchsnormen entsprechend. Bei Geschwindigkeiten bis etwa 60-70 km/h empfiehlt sich also das "kürzere" D, nun passen auch die Anschlüsse wieder!

Der nächste Schreck: das nur vertikal verstellbare Lenkrad kippte bei einem schnellen Ausweichmanöver (dicker Rennradfahrer mit Telekom-Trikot und Weizen in der Flasche) nach links unten Richtung Oberschenkel. Mein Vertrauen in das "formerly best cornering car" war so gut wie dahin! Was machen Ratlose, wenn sie schlau sind? Ab ins Forum. Nein, ich war nicht der Einzige mit dem Problem, Gottseidank! Oben beschriebener Bremsenumbauer entfernte die Peripherie um die Lenksäule, löste diese und entfernte fachgerecht einen Bolzen aus der ausgeschlagenen Führung, den er gegen einen mit leichtem Übermaß ersetzte. Jetzt cornered die Car wieder Kosten? Fuffi !!!

So: Macho Bob kehrt zurück zu seiner eigentlichen Aufgabe: Mittagessen kochen. (Mein Haushaltsvorstand naht!)
Bei der nächsten Ausfahrt knipse ich die Flipfront und das Aggregat.
Bis dahin