Ob altes oder neues System: das mit den Punkten bekommt man doch hin. Oben schrob Markus von 2x Rot übersehen und 2x zu schnell gefahren. Das mit dem zu schnell gefahren kriegt man doch mittlerweile dank Navi und Geschwindigkeitswarner ganz gut in den Griff. Und eine rote Ampel hab ich in 23 Jahren Führerscheinbesitz und teilweise mehr als 45 tkm/Jahr erst einmal im Leben überfahren. Vielfahrer oder nicht: wer innerhalb von 2 Jahren 2x eine rote Ampel übersieht, hat ein Problem.

Auch konnte man zumindest beim alten System Punkte löschen lassen durch einen horrend teuren Punktekurs - auf den man sogar, wenn das Punktekonto rot glüht, von Amtsseite her aufmerksam gemacht wurde. Das sind genug Warnschüsse, das mit dem 2 Jahre zusammenreißen kriegt man dann schon hin. Ich weiß nicht, das System ist nüchtern betrachtet doch ziemlich kundenfreundlich, damit kann man gut leben.

Soll jetzt kein Moralpost werden, aber hier mag ich ausnahmsweise die Schweizer lieber, denn die haben klare Ansagen. Einfach korrekt fahren und Dein Geld und dein Auto bleibt in Deinem Besitz, simple as that. Jeder weiß das, keine Diskussion. In D hat man ganz gern mal die Affinität, auch bei klarem Unrecht den Rechtsweg zu wählen. Einfach nur, weil man kann. Schön für den Betroffenen, schön für den Anwalt, aber so funktionierts nicht. Wer seine Kinder so erziehen würde, darf sich nicht wundern, wenn die später machen, was sie wollen.

Dem TS wünsche ich dennoch, daß die Sache in seinem Sinne ausgeht.