Zitat Zitat von siebensieben Beitrag anzeigen
Schwarzes Blatt, sehr gute Ablesbarkeit (weiße Zeiger, keine silberfarbenen), gute Nachtablesbarkeit (kein Zeug, was schon nach einer halben Stunde dunkel ist), Gehäuse nicht poliert. Da heute eine Navigation mit Uhren nicht mehr gemacht wird (oder nur als Hobb), finde ich zum Beispiel die Speedy oder die alte "originale" Fliegerchrono von IWC genau das, was ich damit verbinde. Aber das ist ja heute sowieso alles ziemlich anachronistisch. Ein Waffentaucher der Bundesmarine erzählte mal, dass die den Tauchern verliehene Ocean 2000 für unter Wasser nichts sei, aber in der Disko mache sie sich gut.
Das entspricht auch meiner Meinung. Meine Kriterien:

- perfekte Ablesbarkeit bei Tag und Nacht
- schwarzes, möglichst mattes Blatt
- Glas möglichst ohne Reflexionen (Plexi oder entspiegeltes Saphirglas)
- Mattiertes, nicht reflektierendes Gehäuse
- Vorrichtung, um kurze Perioden zu stoppen (Stoppvorrichtung oder Drehring mit Pfeil)
- griffige Krone und gegebenenfalls Stopper
- GMT-Funktion
- Magnetabschirmung oder zumindest überdurchschnittliche Unempfindlichkeit gegen Magnetismus

Es gibt übrigens inzwischen einen offiziellen Prüfungskatalog für Fliegeruhren, der angeblich unter Mitwirkung echter Profis erstellt worden sein soll: TeStaF - Technischer Standard für Fliegeruhren (http://www.testaf.fh-aachen.de/ ).

Interessant ist, dass die Piloten, die ich kenne oder gesehen habe (insbesondere die LH-Piloten und Militärpiloten aus den USA) Allerweltsuhren tragen... Das scheint ähnlich wie bei den Tauchern zu sein, die eigentlich auch keine Uhren mehr tragen und wenn sie teure Taucheruhren haben, diese vor dem Tauchgang ablegen, weil sie Angst vor Kratzern haben (hat so neulich erst ein Freund von mir bei einem Deepsea-Träger erlebt)

Grüße

Heiko