Die Saunageschichte kommt mir komisch vor. Hat der die Uhr neben sich aufs Holz gelegt?
Ich meine wenn man die Uhr trägt, wird die Uhr ja nicht 90°C heiss, sonst hätte man doch ernsthafte Probleme am Handgelenk. Zumindest das Gehäuse wird bei einem Saunagang getragen nicht heißer als 45°C, alles andere würde zur Zerstörung zellulärer Eiweisse führen -> Verbrennung.
Dass es in der Uhr signifikant heisser ist, kann ich mir auch nicht vorstellen und 45°C sollten für das Öl kein wirkliches Problem darstellen und schon gar nicht zur Verdunstung führen. Zumindest synthetische Öle, die in Uhren zum Einsatz kommen, haben i.d.R. einen Einsatzbereich der bis +70°C, teilweise sogar bis +100°C geht, eine schnelle Alterung oder gar Verdunstung ist hier nicht zu befürchten.
(Mal aus der Sinn-Kiste gekramt: "SINN-Spezialöl 66-228 ist temperaturbeständig -45°C bis +80°C" und ich gehe davon aus, dass Sinn hier zwar exzessiv seine Technofeatures bewirbt, das Öl aber kein wirkliches Hexenwerk ist, so dass auch andere Hersteller Öle verwenden die in diesen Bereichen stabil arbeiten.)
Was unbestritten Problematisch ist, ist das starke Abkühlen der Uhr nach dem Saunagang. Wenn es von knapp 40°C ins kalte Becken geht, ist klar, dass die natürliche Restfeuchtigkeit in der Uhr kondensiert (wo auch immer) und es ist zu befürchten, dass das auf Dauer zu Problemen führt.
Eine fehlende oder falsche Epilamisierung führt aber z.B. dazu, dass Öltropfen quasi breitgeschmiert werden und die entstehende Schicht zu dünn ist. Sowas halte ich für wahrscheinlicher als das Verdunsten der Öls und vielleicht wird die Epilamisierung auch durch Kondensation von Wasser beeinflusst.
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Thema: Temperaturunterschiede
Hybrid-Darstellung
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18.06.2012, 11:06 #1--
Beste Grüße, Andreas




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