An Deiner Wortwahl meine ich festzustellen, dass Du Dir das seit ner Woche tatsächlich minütlich vorstellst und dazu noch bunt ausmalst oder?
Verstehe ja Deine Sorgen, aber irgendwie fehlen mir in der öffentlichen Diskussion die Fakten. Ich kann daher keine Prophezeiungen anstellen, was hätte sein können, was passieren würde wenn etc. Und sehe auch vor allem den Sinn dahinter nicht. Aufräumarbeiten in mehrerlei Hinsicht wirds zu diesem Thema und diesem Vorfall noch genug geben. Und zwar weltweit.
Was die Informationspolitik der Betreiber, Behörden und der japanischen Regierung angeht, kann ich ebenfalls nur meine bescheidene Meinung abgeben. Gutes Krisen- und Katastrophenmanagement muss aus verschiedenen Gründen nicht bedeuten, alle Fakten unmittelbar nach Erhalt der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In bestimmten Konstellationen ist es von Vorteil, wenn etwas Schlimmes bereits passiert ist, den Vorfall tatsächlich herunterzuspielen, um eine Panik und dadurch resultierende, unter Umständen noch größere Schäden zu vermeiden. Wenn etwas Schlimmes unmittelbar bevorsteht oder bevorstehen könnte, kann es von Vorteil sein, den drohenden Vorfall ordentlich aufzubauschen und in den Meldungen zu übertreiben, um Zeit, Raum und "Ruhe" zu gewinnen, indem man alle am Geschehen nicht beteiligten vertreibt. Ob am Ende was passiert oder nicht.
Ob das gut oder schlecht ist, moralisch vertretbar etc. ist sicher diskussionswürdig. Aber danach ist man immer schlauer und ob das Krisenmanagement versagt hat oder einwandfrei klappt, kann eh erst viel später beurteilt werden.
Ich sage das auch nur, um ein weiteres Argument anzuführen, warum ich sämtliche Berichterstattung immer mit Vorbehalt auffasse und Meldungen wie "Strahlung im Pissoir neben Reaktorblock 3 um das 100000000000000000fache erhöht" keinesfalls mit "OhGottogottogottgottgott" quittiere und danach die Luft anhalte.
Ich denke vorwiegend an die Leute vor Ort, die gerade keine Zeit für semantische Diskussionen haben, weil sie tatsächlich die Hände voll haben und vor allem an die über 10.000 Toten und deren Angehörige sowie an die noch Vermissten.
Gespendet hab ich auch, denn einer meiner Brötchengeber hat einen großen Topf aufgesetzt und verdoppelt aus eigener Tasche alle Mitarbeiterspenden, die bis Ende März getätigt werden.
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Thema: Beben in Japan
Hybrid-Darstellung
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26.03.2011, 02:39 #1Gruß, Hubertus
Be excellent to each other!
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