Zitat Zitat von Wrist scanner Beitrag anzeigen
Jede Manufaktur nicht, Patek schon. In der heutigen Zeit in dieser Branche keinen Designflop zu landen, ist äußerst schwierig. Die Entwicklungs- und Investitionskosten sind schon hoch. Da braucht es gute Marketingleute und Designer. Schließlich will man bei einem so traditionsbewussten Unternehmen eine Produktlinie in 10 Jahren nicht wieder vom Markt nehmen müssen. Andererseits ruht sich Patek nach wie vor auf seinen Werken (Ausnahme das neue Großdatum) und aktuell Armbändern aus, da bleibt der Designabteilung auch nur die Möglichkeit, mal mit Zifferblattfarben und Gehäusegrößen (ggf. noch mit Werkhalteringen) zu spielen. Ich frage mich oft, warum A. Lange & Söhne 1994 einen solchen Start und eine nach wie vor andauernde Performance hinlegen konnte, GO mit Union aber nie so richtig eingeschlagen hat?
Ich stimme Dir in allen Punkten zu, bis auf "hohe Entwicklung- und Investitionskosten". Eine andere Gehäuseform zu "stanzen" erfordert wohl lediglich ein anders Werkzeug für die Produktionsmaschine. Und ob man eine klassische Cubitus oder ein anderes moderneres Design entwirft würde wohl nichts an den Kosten ändern. Bei den Uhrwerken kann man stets auf vorhandene Werke zurückgreifen.

Das Patek eine neue Sportuhr vorstellte war wohl zu erwarten, da sich anscheinend die Nachfrage im Wesentlichen auf Nautilus und Aquanaut konzentrierte. Die übrigen Uhren sind wohl schon fast "Ladenhüter". Anders lässt sich das (peinliche) Verhalten der Verkäufer nicht erklären, dass den Kunden wohl nahegelegt wird, erst einmal eine "Patek-Historie" aufzubauen, um eine der beiden begehrten Uhren zu erhalten.

Ich glaube auch, dass Patek sich mit der Einstellung der Einstiegs-Stahlvariante bei der Nautilus keinen Gefallen getan hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die neue Cubitus nun wieder mit einer "Einstiegs"-Stahlvariante präsentiert wurde.