Ich bin Chemiker, habe aber von dieser Lampe noch nichts gehört. Nach kurzer Recherche kann ich alle bisher getätigten Aussagen bestätigen: Oxidation von geruchstragenden Molekülen mittels Luftsauerstoff an einer Katalysatoroberfläche bei ca. 500 °C. Als Faustregel sollte je Kubikmeter ca. 1 Minute Brenndauer gewählt werden. Durch die hohe Oberflächentemperatur am Katalysator steigt Luft auf und sorgt für eine ordentliche Luftzirkulation, sodass ein Großteil der geruchstragenden Moleküle zerstört wird. Es müssen ja auch nicht alle Moleküle zerstört werden, man muss nur unter die Geruchsschwelle kommen (diese ist natürlich bei jeder chemischen Verbindung unterschiedlich und interindividuell). Zudem wird in der inneren kälteren Zone (200 °C) ein spezieller Duftstoff freigesetzt, welcher unter diesen Bedingungen stabil ist. Dieser Duftstoff überdeckt zusätzlich die restlichen unerwünschten Gerüche. Eigene Anmerkung: Man sollte sich darüber im klaren sein, dass unbekannte Verbrennungsprodukte entstehen, deren Toxizität nicht eingeschätzt werden kann. In eigenen Verbrennungsversuchen musste ich feststellen, dass Kohlenwasserstoffe bei unvollständiger Verbrennung Kohlenmonoxid freisetzen können und stickstoffhaltige Moleküle nicht unerhebliche Mengen an Blausäure produzieren können.
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04.11.2023, 14:20 #1
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04.11.2023, 14:52 #2PREMIUM MEMBER
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Danke Euch. Sehr spannend.

Das mit dem Duftstoff gilt natürlich nur, wenn man auch ein Duftzusatz verwendet, oder? Man kann auch rein 90%iges Isopropanol neben, was als „neutral“ verkauft wird (viel zu teuer, kann man selber mischen
) Dann sollten auch die toxischen Verbrennungsprodukte überschaubar sein, oder?
Geändert von Edmundo (04.11.2023 um 14:53 Uhr)
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