Den Zustand des Werkes von "Außen" anhand vom Messen der Gangreserve ist bei mir eine Standardempfehlung für meine Kunden. Mit der Zeit kommt durch Abrieb und dem Ändern der Schmierverhältnisse einfach weniger "Kraft" am Gangregler an. Die Uhr bleibt schneller stehen.
Wichtig ist sich durch die Toleranz von ca. 10% nicht beunruhigen zu lassen. Dieses hängt mit dem Zeitpunkt des Durchrutschens der Feder im Federhaus zusammen (geschieht beim Automatikaufzug bei "zu viel" Spannung der Zugfeder = Rutschkupplung im Federhaus)
Rückschlüsse über die Genauigkeit auf den Werkzustand sind meines Erachtens bei den "neueren" Konstruktionen der (meisten) Hersteller kaum noch möglich.
Bei Rolex wird schon lange ein Reguliersystem ohne Rücker verwand so das ich häufig Uhren habe die eine Amplitude <220 Grad haben aber noch (fast) Chronometer genau laufen).
Deswegen mein gerne angewandter Spruch: Rolex (und andere Rückerlose Werke) laufen bis zum Tod (Stillstand) sehr häufig sehr genau.
Gruß Skar