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  1. #1
    Freccione Avatar von Popeye
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    Zitat Zitat von Staubauge Beitrag anzeigen
    Ich sehe hier keinen Kampf gegen den Graumarkt. Ganz im Gegenteil, denn Rolex scheint die bei Bucherer aufgerufenen und signifikant höher als im Graumarkt angesetzten Preise zu den CPO-Modellen als berechtigt anzusehen. Insofern sehe ich eher eine Stärkung der Sekundärmarktpreise.

    Meine Vermutung ist, dass die CPO-Modelle für eine Art Selektionsprozess dienen, ähnlich wie es bei Marken wie Hermès bereits üblich ist. Der Kunde kann sich bis zu seiner Wunschuhr „vorarbeiten“ und so womöglich schneller zu seiner Wunschuhr zum Listenpreis gelangen. So oder so ähnlich wird das vermutlich gedacht sein.

    Gruß
    Martin
    Den Aspekt „Vorarbeiten“ hatte ich nicht auf dem Schirm.

    Ich kenne mittlerweile einige die sich tatsächlich nur eine einzige Uhr gekauft haben bzw. eine einzige möchten.

    Die werden ja quasi in den jetzigen Graumarkt getrieben

    Geschäftstüchtige Rolexkonzis „verkaufen“ die Rendite fähigsten Modelle an Strohmänner um die dann selbst weit über Liste pre owned versilbern zu können.

    Ein echter Kunde schaut dann in die Röhre.

    Ich sehe das Verkaufsmodel echt Zwiespalten

    Ich bin gespannt in welche Richtung es hingeht
    LG, Matze

  2. #2
    Milgauss
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    Zitat Zitat von Popeye Beitrag anzeigen
    Den Aspekt „Vorarbeiten“ hatte ich nicht auf dem Schirm.

    Ich kenne mittlerweile einige die sich tatsächlich nur eine einzige Uhr gekauft haben bzw. eine einzige möchten.

    Die werden ja quasi in den jetzigen Graumarkt getrieben
    Richtig. Nur bringt der Kauf beim Grauen keine Fleißbienchen ins Rolex-Heft beim Konzi. Der Kauf eines CPOs hingegen kann durchaus dazu führen, dass man schneller an eine Pepsi oder Daytona zum Listenpreis gelangt.

    Die Angebote bei Bucherer erwecken bei mir jedenfalls nicht den Eindruck, als sei der klassische Sammler die Zielgruppe. Keine Angaben zu Box und Papieren, die doch sonst so wichtig sind. Nicht einmal das Herstellungsjahr wird genannt! Wer also ist die Zielgruppe? Meines Erachtens der Neukunde. Er kann damit zeigen, dass er ernstes Interesse an Rolex hat. Was bisher als „Beifang“ bezeichnet wurde, ist nun direkt im Kaufpreis der ersten Rolex (kann auch zunächst ein Einsteigermodell sein) enthalten. Und wenn der Konzi einem dann die Wunschuhr anbietet (sei es bspw. die Pepsi), kann man die zuvor erworbene CPO wieder in Zahlung geben. Vielleicht mit einem kleinen Verlust, vielleicht mit +/- 0 oder gar mit kleinem Gewinn, je nach Dauer. Der klassische „Flipper“ kann dadurch ausgeklammert werden. Nur wenige würden diesen Aufwand betreiben.

    Nur so ein Gedanke mit Blick auf bereits bestehende Strategien bei anderen Marken, deren Begehrtheit sich auf ähnlichen Niveaus bewegt. Warum sollte Rolex das bekämpfen, wenn sich die Möglichkeit für eine Kundenselektion ergibt und man gleichzeitig Kontrolle und Gewinnsteigerungen erlangt?
    Geändert von Staubauge (03.12.2022 um 21:17 Uhr)

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