Ich kenne den User Vanessa nicht und grundsätzlich ging es bei mir letztes Jahr zur "Hochphase" des Graumarktes auch um komplette Uhren, daher kann ich Ihn und den Ersatzteilhandel jetzt nicht spezifisch bewerten. Die Händlernennungen von einigen Usern als Antwort auf meine Aufforderung habe ich wohlwollend zu Kenntnis genommen, auch wenn sich aus heutiger Sicht die Attraktivität der Ankaufspreise für mich nicht abschätzen lässt. Ich kenne die Graumarktpreisehistorie der hier genannten Uhren nicht.

Ich habe immer extrem schlechte Erfahrungen gemacht mit Händlern, deren Ankaufspreise für damals sehr gefragte Uhren knapp über dem Listenpreis oder sogar knapp darunter lagen. Auf der anderen Seite waren das aber auch Händler, die die entsprechenden Modelle kurz vor meiner Anfrage noch für 8k bis 15k über dem Listenpreise anbieten und damit sogar teilweise die günstigsten am Markt waren. Mir ist natürlich schon bewusst, dass man als Händler Geld verdienen möchte und wenn man Dumme findet, die eine Uhr für einen Spottpreis abgeben, muss man das vielleicht auch ausnutzen. Ich finde es aber trotzdem schräg, weil das zeigt, mit was für einer Wertschätzung einem dort grundsätzlich entgegengetreten wird. Ich habe meine Uhren letztlich direkt an Privatpersonen und zu einem fairen Preis verkauft.
Häufig wird man von den Händlern aufgefordert, Bilder von der Uhr zu senden, und was ich da an Emailverkehr erhalten haben, hat mich in vielen Fällen an das Geschreibe eines Analphabeten erinnert (Grüße gehen unter anderem raus an den Inhaber eines sehr großen Stuttgarter Händlers). Aufgrund dessen zweifele ich die Eignung für andere Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt bei einigen stark an.

Wenn ich mir die Kommentare von einige Leuten so anschaue, dann fällt mir auf, dass die Leute, die sich am lautesten über meinen ursprünglichen Kommentar echauffieren oder lustig machen, noch immer nicht meiner Aufforderung nachgekommen sind, einen Händler zu nennen, bei dem man nicht abgezogen wird. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Diejenigen haben noch nie versucht, eine Uhr an einen Händler zu verkaufen und können daher eigentlich überhaupt nicht mitreden, machen es jedoch trotzdem (Wichtigtuer).

Das die sogenannten "Cleverles" am meisten an den Uhren verdienen, halte ich im Allgemeinen auch für ein Gerücht, dass nur bei sehr sehr wenigen Uhren eventuell wirklich zutrifft. Bei den mir genannten Preisen war abzusehen, dass der Händler den absoluten Löwenanteil am Gewinn einstreicht.

Zu guter Letzt ist das hier mit Nichten eine Neiddebatte, es ist eine Verhältnismäßigkeitsdebatte. Ist es verhältnismäßig, dass ein Händler nur weil er ein gewisses finanzielles Risiko trägt, nach Steuern etc. eine absurd hohe Gewinnmarge (60 bis 70%) hat? Ich meine, nein.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es erlaubt sein muss, solche Dinge in einem Forum kontrovers zu diskutieren, auch wenn es eventuell hin und wieder etwas unsachlich wird.