der pflasterstein in der neuköllner hobrechtstrasse hatte schon deutlich bessere tage gesehen...einst mit nerviger faust aus schlesischem granit gehauen und sorgsam auf kantengleichheit ausgerichtet,war er in jungen jahren ein attraktiver vertreter seiner zunft.bei regen glänzte matt er und oftmals glitten volltrunkene kleinbürger auf dem weg in ihre mietskasernen auf ihm aus.kutschpferde brachte in`s straucheln und mancher zugehfrau aus pommern wurde bange beim betreten.

doch diese tage sind hinfortgeschwemmt...von den zeitläuften...automobile schliffen gummibereift die oberfläche glatt...was die allierten luftminen übrigliessen,rissen trümmerfrauen heraus und er fand sich mannigfaltiger zweitverwendung wieder. negativrekord war als sohlenabstreifer vor einer kaschemme zwei querstrassen weiter.

aber wer aus schlesien stammt,der gibt nie auf...

so etwa?

und danke gesagt.