Zur Trilogy Speedmaster...

Ich hatte ja zwei davon, eher zufällig, ich war damals heiß wie Frittenfett. Nur nach dem Kauf kam die Abkühlung, ziemlich rasch, schneller als bei anderen Uhren, zumindest nicht langsamer. Die Selbstüberlistungstricks mit hingebungsvoller Betrachtung meines Handgelenkes in der untergehenden Sonne, Yogaähnliche Verrenkungen, um einen Blick aus der Perspektive meines anderen Ichs auf die Uhr werfen zu können, der Wechsel auf das rechte Gelenk, Photos mit Selbstauslöser auf mich in nonchalanter Pose in unterschiedlichen Armhaltungen, Schräglicht, Auflicht, Umlicht, gar kein Licht! In der Dunkelheit hat es funktioniert, die Uhr fühlte sich gut an! Konnte es das gewesen sein? Eine Uhr für die gewissen Stunden?

Hört mir auf mit dem Lächeltest! Das ist zu wenig, oder? Soll ein Lächeln über den Verbleib einer Uhr entscheiden? Das Gefühl darf nicht im Gesicht enden, eher schläft mir dieses ein. Diese Uhr ist wie ein E-Auto, superfein und supersauber und supersteril und superschnell und supermodern, aber kein Röcheln aus der Tiefe!
Kein brachialer V12, diesen braucht kein Mensch, ich weiß, aber ich schon. Wenn die Gefühlsdünung bei einer Uhr am Hals endet, hat die liebe, nette Uhr schon verloren.
Das muss runter, von mir aus bin in die Fußsohlen, irgendwo zwischen Gesicht und Fußsohlen aber, so ziemlich dazwischen, da muss es knistern, krachen und zucken! Das musste gesagt sein!

Warum ich so einen Wahnsinn schreibe? Ich weiß es auch nicht, aber mir war momentan danach.

Cheers, Gentlemen, ich gehe jetzt in mich.