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  1. #1
    Yacht-Master Avatar von JamesMcCloud
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    Zitat Zitat von 7schläfer Beitrag anzeigen
    Als Purist muss ich jetzt doch einmal ein Wort für die 3700 einlegen. Der Nimbus eines legendären Originals lässt sich nicht durch modellgepflegte Updates zerstören, so reizvoll die 5711 auch sein mag.

    Ich schätze die 3700 auch sehr . Aber , die Finissage von Gehäuse und Werk gefällt mir bei der 5711 besser und die chronometrische Präzision ist wirklich vom allerfeinsten . Vorallem darauf lege ich extrem viel wert .

    Bei der 3700 ist speziell die alte Gay Freres (damals Zulieferer von Rolex , Ap und fast allen anderen) Blechschließe inferior. Sie sieht vor allem an Goldmodellen fürchterlich aus .
    ——Dies war aber damaliger Industriestandard und kann PP nicht angekreidet werden.——
    Deshalb halte ich die 5711 für die bessere Uhr . Aber ich verstehe jeden der die 3700 lieber hat .

    Zum Thema neue Werke ... die sind erheblich seltener ein Grund zur Freude als häufig angenommen wird.
    Bis alle Kinderkrankheiten neuer Kaliber beseitigt sind, können schonmal 5-10 Jahre ins Land gehen .

    Das 324er Kaliber (das ja auch seine Probleme hatte , wie jedes neue Kaliber) ist (seit wenigen Jahren) wirklich ausgereift und nun ,wo es nahezu problemlos funktioniert, wird es durch ein neues ersetzt ....

    Ähnlich AP (deren Werke viel weniger präzise und ausgereift aber erheblich anfälliger sind) , die ihr (endlich) gut laufendes 3126 ,auch nach etwas über 10 Jahren, durch eine Neuentwicklung ersetzen.

    Der Trend geht in der Industrie eben zu ständig neuen Werken ...Der Präzision und Langlebigkeit (die für viele nicht mehr die größte Rolle spielt) erweist man damit jedoch keinen Dienst .

    Das heute viele Leute (gefühlt) eher Werke als Uhren sammeln ist (bestimmt) eine Auswirkung dieser Politik .
    Der eine oder andere Liebhaber würde sich wahrscheinlich umgucken , wenn er wüsste in welchen Mengen (in der guten alten Zeit) Basiskaliber in den verschiedensten Uhren (verschiedener Hersteller) verbaut worden sind.


    Nicht umsonst wurden die besten Werke über Jahrzehnte produziert und behutsam optimiert.

    Lg
    Geändert von JamesMcCloud (30.05.2019 um 09:29 Uhr)

  2. #2
    ehemaliges mitglied
    Gast
    Zitat Zitat von JamesMcCloud Beitrag anzeigen
    (...) Zum Thema neue Werke ... die sind erheblich seltener ein Grund zur Freude als häufig angenommen wird.
    Bis alle Kinderkrankheiten neuer Kaliber beseitigt sind, können schonmal 5-10 Jahre ins Land gehen . (...) Nicht umsonst wurden die besten Werke über Jahrzehnte produziert und behutsam optimiert. (...)
    Lieber James,

    als ehemaliger Besitzer einer „Portugieser Automatic“ erinnere ich mich an die Diskussion über die Qualität des von IWC neu entwickelten Kalibers 5000. In einem Forum habe ich mal vor Jahren einen Kommentar gelesen, den ich sehr bezeichnend fand. Darin stand sinngemäß, dass Rolex neue Kaliber mehrere Jahre vor der Marktreife intern teste, wohingegen IWC die ersten Käufer zu Beta-Testern mache.

    Den Link zu diesem Kommentar habe ich zwar nicht mehr, aber die folgenden Beiträge stoßen ins selbe Horn:

    (1) „Bei der Lancierung der neuen Portugieser im Jahre 2000 (limitierte Serie) brachte IWC wieder ein eigenes Manufaktur-Kaliber, das Kaliber 5000. Im Jahre 2003 kam die unlimitierte Serie mit einem modifizierten Kaliber, welches auf dem 5000-er basiert. das wäre das 50010 mit 18000 Halbschwingungen? Hier nun gab es Probleme mit dem Gangverhalten, habe ich gelesen. Daraufhin änderte IWC das o.g. Kaliber, Verkleinerung der Unruh und Erhöhung der Schwingungszahl auf 21600“



    (2) „(...) die Referenz 5001 ist sicher immer eine gute Wahl! Anfänglich kam sie, von der Markteinführung in 2004 bis ca. 2005, mit dem Kaliber 50010. (...) Ab 2005 wurde dann das Kaliber 51010 verbaut. Im Gegensatz zum 50010 mit 2,5 Hz (18.000 Halbschwingungen) hatte das Kal. 51010 3 Hz (21.600 Halbschwingungen) und eine kleinere Unruh und keine Schraubenunruh mehr. Diese Änderungen ergaben ein stabileres Gangverhalten. Später kamen weitere Änderungen wie veränderte Brücken und Zahnprofile dazu und es entstand daraus das Kaliber 51011. Die Entschidung, welche Uhr Du kaufen solltest hängt u.a. von Folgendem ab: Wenn Du also eine Uhr mit dem stabileren Gangverhalten als "Trageuhr" suchst, dass nimm eine spätere Ref. 5001 mit den veränderten Werken. Diese sind im Alltag sicher besser. Wenn Du eine Sammleruhr willst, dann nimm die von 2004 bis 2005 gebaute Version mit 2,5 Hz oder besser noch die Ref. 5000 (Kal. 5000) aus der Sonderserie.“ [Thread-Titel: „IWC Portugieser Automatic 5001“]



    (3) Auch bei uns hier gab es entsprechende Äußerungen:


    Obwohl ich ursprünglich am liebsten das limitierte Jubiläums-Modell mit dem frühen Werk und dem wunderschönen zweifarbigen Blatt gehabt hätte, war ich nach Lektüre dieser und ähnlicher Beiträge froh, nun doch ein späteres mit einem Werk aus der dritten Serie zu besitzen.

    Da die von mir geschätzte Firma A. Lange & Söhne für nahezu jedes neue Modell ein eigenes Werk entwickelt, wäre nun zu erwarten, dass Fehler und Ausfälle hier entsprechend hoch sind. Mir ist davon allerdings nichts bekannt – weder aus eigenen Erfahrungen mit Lange-Uhren noch aus meinem Bekanntenkreis noch aus dem Internet. Ob das am höheren Anspruch und Preissegment liegt oder einfach an meiner Unkenntnis, weiß ich nicht.

    Ein Vorwurf, der Patek Philippe schon oft gemacht wurde, nämlich alte Kühe so lange wie möglich zu melken, wäre in Anbetracht deines Beitrags oben ohne Belang. Der scheinbare Nachteil wäre tatsächlich sogar ein Vorteil.

    Auch wenn ich mich anfangs über das gut hör- und spürbare „Knirschen“ beim manuellen Aufzug meiner 5712 gewundert habe, so weiß ich es inzwischen zu schätzen, dass das verbaute 240er-Kaliber nicht nur sehr schön anzuschauen ist, sondern seit seiner Lancierung 1977 die Beta-Phase schon lange hinter sich hat. Gleiches gilt für das sogar noch drei Jahre ältere Kaliber 215 in meiner 5196.

    Vermutlich ist diese zu erwartende Stabilität und Zuverlässigkeit des Werks in Verbindung mit dem seit rund 40 Jahren attraktiven und zeitlosen Wurf eines Ausnahmedesigners in Verbindung mit einer hohen Wertstabilität die schlichte und vorhersehbare Antwort auf die Frage nach der ungebrochenen Begehrtheit der 5711 und ihrer Derivate.

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