70% der Paare, die zu mir zum Trauringkaufen kommen, wählen weiß statt golden. Es geht bei der Entscheidung regelmäßig um die Tatsache, dass SIE vorzugsweise silberfarbenen Schmuck im Schmuckkästchen hat. Klar, die Leute, die mir da gegenüber sitzen, sind eher jünger und IHRE Schmuck-Historie reicht weit in die Jungmädchenzeit zurück, in der natürlich zumeist eher preiswerter Silberschmuck, schon allein als austauschbares Accessoire, gekauft wurde. Oft wird unter diesem Aspekt irgendwas in Bicolor konstruiert, quasi als Crossover. Aber wie albern ist das? Das was man sich schon bei links und rechts ausgestreckten Armen, 1,70 Meter voneinander entfernt, nicht vorstellen konnte, soll auf einmal direkt nebeneinander in einem Bicolor-Schmuckstück vereinigt werden. Ich fand das schon immer unlogisch.
Mal zurück zum Thema - Trauring ist ein klassisches Thema. Der Ring ist in erster Linie ein Symbol für das Gemeinsame, das man da für die Zukunft plant, auf das die Meisten in einem erhabenen Moment einen Schwur leisten. Ein Ring mit einem derartig mächtigen Zauber für das Paar sollte meiner Meinung nach über jeder modisch bewegten Ton in Ton-Überlegung stehen. Von so einer Einschränkung sollte man sich meiner Meinung nach speziell in diesem Fall befreien.