Zitat Zitat von Tuhrmfalke Beitrag anzeigen
Es glaubt ja wohl niemand wirklich daran, dass Rolex die Preise nach 1,5 Monaten wieder erhöht. Da würde Rolex m.E. seine Glaubwürdigkeit verlieren. Es werden die Preise erhöht, als der Euro zum Scheizer Franken von 1,20 auf unter 1,00CHF/EUR fällt und jetzt, wo er seit längerem um 1,07CHF/EUR liegt, sollen die Preise erneut erhöht werden? Das wäre m.E. nicht nachvollziehbar.

Der Kurs ist seit des Wegfalls der Bindung des Franken an den Euro um ca. 12% gesunken. Wendet man diese Wechselkurserhöhung der Schweizer mal auf den Uhrenpreis abzgl. einer angenommenen Händlermarge von 50% an, kommt man auf 6% Wechselkursverluste für Rolex für in Deutschland verkaufte Uhren. Dafür hat man die Preise bis zu 8% erhöht und zudem die Händlermarge reduziert. Alles in allem hat Rolex die Wechselkursproblematik also mehr als nur an die Kunden weiter gegeben.

Glaubwürdig kann Rolex eine erneute PE also meiner Meinung nach so einer kurzen Zeit nicht verkaufen. Aber die jährliche PE steht uns bestimmt in einem knappen Jahr dennoch bevor !
Die PE im Februar stand ohnehin an; sie war nicht dafür gedacht, die speziellen Wechselkursschwankungen auszugleichen; vielmehr war, nach beachtlicher Zeit der Enthaltsamkeit, sicherzustellen, dass die Preise sich auf mittlere und lange Sicht in guter RSA-Tratidition oberhalb der durchschnittlichen Teuerungsrate entwickeln. Das ist eine spezielle Art der Glaubwürdigkeit. Insofern wäre es nicht verwunderlich, wenn bald noch eine neue PE nachgeschoben wird, die schwingt dann mit der Aufregung über die letzte durch. Letztlich kommt es doch nur darauf an, ob die PE aus Sicht der Konzernstrategen durchsetzbar ist; das Patek-Disaster dürfte zumindest dazu geführt haben, dass man das Thema sehr sorgsam durchdenkt.