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  1. #1
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    Vom ursprünglichen Thema ab: Ich war im öffentlichen Dienst und habe ihn so schnell wie möglich wieder verlassen. Von den Hungerlöhnen, die dort besonders an Akademiker gezahlt werden, kann man keine Familie ernähren. Verbeamtung gibt es immer später und immer seltener, zudem mit immer geringerer Bezahlung.
    Bis zur Beamtung ist ein Job im öffentlichen Dienst als Angestellter deutlich schlechter bezahlt, deutlich unsicherer und zudem noch mit schlechteren Arbeitsbedingungen und "Benefits" (z.B. Beihilfe zur privaten Altersvorsorge).
    Befristete Arbeitsverträge sind zumindest in der für Akademiker relevanten Forschung die Regel und nicht die Ausnahme, dazu eine sehr kurzfristige Planung und damit verbunden ein dauerhaft unsicherer Arbeitsplatz. Meiner Meinung nach wird hier gezielt ausgenutzt, dass es keinen anderen Weg zur Erlangung bestimmter Qualifikationen gibt. Mangels Konkurrenz muss man einem Doktoranden ja nichts zahlen und setzt ihn einfach auf eine 50%-Stelle... Selbst auf einer vollen Stelle knackt man im TVÖD in der Regel vor dem 45. Lebensjahr nicht die Beitragsbemessungsgrenze. In manchen Bereichen der Industrie läuft das eher als Einstiegsgehalt.
    In dem Fachgebiet, in dem ich in der Forschung im öffentlichen Dienst war, bleiben höchstens Idealisten oder der Bodensatz, der halt sonst so gar nichts anderes findet, im öffentlichen Dienst. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kenne ich auch nur aus der freien Wirtschaft, nicht aber aus dem öffentlichen Dienst.

  2. #2
    Submariner
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    Sehr schön zusammengefasst, Max!
    In Anlehnung an Onkel C: Der Beamtenrock ist für mache zu kurz und für manche zu warm.
    Etwas mehr Leistungsanreize würden dem öffentlichen Dienst gut tun. Gute Leistung wird nicht ausreichend belohnt und schlechte Leistung nicht ausreichend sanktioniert.
    Viele Grüße, Frank

  3. #3
    Double-Red Avatar von madmax1982
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    Zitat Zitat von Chefcook Beitrag anzeigen
    Vom ursprünglichen Thema ab: Ich war im öffentlichen Dienst und habe ihn so schnell wie möglich wieder verlassen. Von den Hungerlöhnen, die dort besonders an Akademiker gezahlt werden, kann man keine Familie ernähren. Verbeamtung gibt es immer später und immer seltener, zudem mit immer geringerer Bezahlung.
    Bis zur Beamtung ist ein Job im öffentlichen Dienst als Angestellter deutlich schlechter bezahlt, deutlich unsicherer und zudem noch mit schlechteren Arbeitsbedingungen und "Benefits" (z.B. Beihilfe zur privaten Altersvorsorge).
    Befristete Arbeitsverträge sind zumindest in der für Akademiker relevanten Forschung die Regel und nicht die Ausnahme, dazu eine sehr kurzfristige Planung und damit verbunden ein dauerhaft unsicherer Arbeitsplatz. Meiner Meinung nach wird hier gezielt ausgenutzt, dass es keinen anderen Weg zur Erlangung bestimmter Qualifikationen gibt. Mangels Konkurrenz muss man einem Doktoranden ja nichts zahlen und setzt ihn einfach auf eine 50%-Stelle... Selbst auf einer vollen Stelle knackt man im TVÖD in der Regel vor dem 45. Lebensjahr nicht die Beitragsbemessungsgrenze. In manchen Bereichen der Industrie läuft das eher als Einstiegsgehalt.
    In dem Fachgebiet, in dem ich in der Forschung im öffentlichen Dienst war, bleiben höchstens Idealisten oder der Bodensatz, der halt sonst so gar nichts anderes findet, im öffentlichen Dienst. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kenne ich auch nur aus der freien Wirtschaft, nicht aber aus dem öffentlichen Dienst.
    krass! So sehr mich der Job aktuell gerade an****t, bin ich froh, nie auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen zu haben, zu promovieren...

    Sorry für OT


    Gruß, Max

    Bollinger!

    Wenns '69er ist, haben Sie mich erwartet.

  4. #4
    Gesperrter User
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    Zitat Zitat von madmax1982 Beitrag anzeigen
    krass! So sehr mich der Job aktuell gerade an****t, bin ich froh, nie auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen zu haben, zu promovieren...

    Sorry für OT
    madmax, promovieren sollte man in erster Linie weil einem die Wissenschafltiche Arbeit, das Forschen neue Dinge lernen Spass macht und in zweiter linie wegen des Gehalts. Wie man ja hier auch mehrmals mitbekommen hat, kann man ohne Promotion gut und früher Geld verdienen. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich so einiges anders machen, aber eines kann ich dir garantieren, die Dissertation würde ich jederzeit wieder machen! Das war für mich eine der schönsten Zeiten überhaupt, ich durft so viele verschiedene Menschen kennen lernen, mit den besten Professoren, welche Weltweit anerkennung hatten etwas "Neues" erforschen, meinen Horizont erweitern etc. Zusätzlich hatte ich einen äusserst guten Prof, welcher mich unter anderem geprägt hat und sich stehts Zeit für mich genommen hatte, dies war nicht selbstverständlich. Bis zu seinem Tod, hatte er mir jede Weihnachten eine Karte geschrieben und mich an speziellen Anlässen stehts eingeladet...ich merke ich drifte ab, aber es war wirklich eine tolle Zeit!

    Viele Grüsse,
    Marco

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