Oder gibt es irgendwo aussagekräftige Auktionergebnisse von Christies etc. wo tatsächlich so ein Preis für so eine Uhr gezahlt wurde ?
Hallo Hugo,
entschuldige, ich hatte Dich respektive Deine Aussagen hier im Forum bisher nicht für ernst genommen, sondern als reine Provokation und Stimmungshetze gesehen. Vieleicht meinst Du ja doch erst, was Du da sagst,
Glaubst Du, oder glaubt sogar die Mehrheit der Mitglieder hier im Forum tatsächlich, der "Wert"einer Uhr würde dadurch bestimmt, wieviele von dem Modell und zu welchen Preisen sie in der Vergangenheit auf Auktionen wie Christies, Sotheby`s, Antiquorum, Bonhams oder anderen Auktionen verkauft wurden ?
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Thema: Der Breitling Hype Thread
Hybrid-Darstellung
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07.04.2013, 08:17 #1Gesperrter User
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07.04.2013, 08:52 #2PREMIUM MEMBER
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Was sind Sammler alter, seltener und vermutlich höchst wertvoller Breitlinge doch für Sympathieträger dieser Marke und sorgen so dafür, dass diese Marke auch in Zukunft echten Aficionados vorbehalten bleibt...
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07.04.2013, 13:35 #3Steve McQueen
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Der Wert wird doch durch den Markt bestimmt,oder nicht.
Markt heißt für mich es gibt Käufer/Sammler die etwas haben wollen und Verkäufer die das haben.
Wenn es nur VK gibt aber keinen K,kann ich sonst was für einen Preis aufs Schild
schreiben.Das heißt dann aber noch lange nicht das die Sache diesen Preis auch wert
ist,oder??Egal ob es da nur ein paar Stück von gibt.VG
Udo
Rolex Regenjacke Navi im Sc zu verkaufen
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07.04.2013, 15:25 #4Gesperrter User
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Ich glaube Hugo, Du verwechselst hier erstmal den "Wert" mit dem "Preis".
Der Preis ist tatsächlich das, was der Markt zur Zeit bezahlt. Die Betohnung liegt da auf "zur Zeit", der Preis kann sich kurzristig ändern, je nach Mode und Geschmack, wirtschaftlicher Situation, aber auch nach Interessenlage verschiedener Markteilnehmer, wie Christies, etc. Natürlich hatten die großen Auktionshäuser und auch deren Großeinlieferer in den vergangen 20 Jahren mehr Interessse daran, eine Rolex Paul Newmann oder Jean Claude Killy oder eine 6062 im Preis hochzutreiben, weil das einfache Massenuhren waren, von denen Sie vorher große Mengen billig erwerben konten. ( Ich hatte in en 1980er Jahren 40 Paul Newman auf einer einzigen Börse in Florida zum Stückpreis von 1500,- Dollar gekauft)
An einer seltenen Uhr wie einer Breitling 803 oder 95/28 oder eine J.P.Stalder hatten die großen Player kein Interese, weil die schon immer Raritäten waren und nicht in Mengen aufzutreiben. Man konnte natürlich mehr verdienen an 500 Rolex 6062, als an 3 oder 4 existierenden wesentlich hochwertigeren Breitling 86/28. Deshalb wurde der Preis der 6062 hochgetrieben. Außerdem war die jedem bekannt, weil man die ja nicht lange suchen mußte und genügend Menge vorhanden waren, während die Breitling 86/28 fast nicht zu finden war.. Genauso verhält es sich mit den 500 oder 1000 Rolex Jean Claude Killy im Verhältnis zu ca. 3-8 vorhandenen baugleichen Breitling 803, oder den seltenen Co-Pilots zu den Daytona Paul Newman. Eine Uhr, die halt jeder kennt, ist kurzfristig schneller und einfacher zu verkaufn, als eine Rarität, die nur wenigen wirklichen Kennern bekannt ist. Der Markt stekt hier noch in den Kindershuhen, und ist wenig transparent.
Ich will Dir das mal an einem anderen Beispiel erklären: Als die Aktie der deutschen Telekom. Als die Aktie 1996 an den Markt kam, war sie ca. 18,- DM wert, der Marktpreis am Ausgabetag war aber 28,- DM. Eine gigantische Werbekampagne animierte Millionen Bundesbürger damals, Aktien der Deutschen Telekom zu zeichnen. Der Preis (nicht der Wert) ging anschließend hoch bis auf über 100,- DM, obwohl sich am Wert nichts geändert hatte, um ein paar Jahre später wieder auf ca. 9,- Euro zu fallen. Es war zu jeder Zeit die gleiche und etwa gleichwertige Firma. Soviel zu Preis und Wert.
Oder am Immobilienmarkt hatte ich noch krassere Erfahrungen gemacht. Wohnungen bei Köln, die 1986 vom Bauträger für 150.000,- DM verkauft wurden, konnte ich 2004 für 2500,- Euro auf Zwangsversteigerungen erwerben bei einem Gutachterwert von 35000,- Euro, um sie 3 Wochen später für je 18000,- Euro zu verkaufen. Was war jetzt der Wert ? Nicht 150000,- DM, nicht 2500,- Euro und auch nicht 35000,- Euro oder 18000,- Euro, letzteres kam wohl dem Wert am nächsten, denn heute gehen diese Wohnungen auch auf Zwangsversteigerungen um die 22000,- Euro weg, damals hat es viel Mühe und Werbung gekostet, sie für 18000,- Euro zu verkaufen. Am Wert hat sich nie etwas geändert, am Preis sehr wohl.
Ein viel intelligenterer Mensch als ich hat einmal geschrieben:
"Die unzähligen Blasen des vergangenen Jahrzehnts – und vor allem deren
Platzen – haben gezeigt, dass der Markt unter dem Aspekt angemessener
Preise offensichtlich immer häufiger danebenliegt. Daniel Kahneman von
der Princeton Universität hat für diese Erkenntnis im Jahr 2002 den
Nobelpreis für Wirtschaft erhalten.
Emotionen spielen eine große Rolle
Der Psychologe
widersprach mit seinen Forschungsarbeiten der Überzeugung, dass Märkte
effizient seien. Dadurch legte er den Grundstein für die Analysemethode
des Behavioral Finance. In den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg
war unter Ökonomen vor allem der Glaube verbreitet, dass an den Märkten
der „Homo oeconomicus“ regiere, der rational und egoistisch seinen
Nutzen maximiere und dadurch die Finanzmärkte stabil und effizient
mache. Spätestens mit der Rettung systemrelevanter Banken durch den
Steuerzahler wurden die Zweifel an dieser Theorie immer größer. Dass an
den Märkten nicht immer rationales Verhalten oberste Priorität hat,
zeigt sich vor allem in zwei Extremphasen, wenn unter Anlegern Emotionen
das Kommando übernehmen. Diese können dann Herdentriebe in die eine
oder andere Richtung auslösen."
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07.04.2013, 17:36 #5Steve McQueen
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Wert (Wirtschaft)
Der Wert eines Gutes ist eine ökonomische Kategorie, welche die Grundlage dafür bildet, dass völlig verschiedene Lieferungen und Dienstleistungen in einem bestimmten quantitativen Verhältnis gegeneinander verrechnet werden können. Im wirtschaftlichen Verkehr wird er in Geld ausgedrückt, dem Preis. Der Wert eines Gutes durch eine Schätzung ermittelt - beispielsweise durch Orientierung an Vergleichsobjekten - bleibt abstrakt. Der Begriff Preis jedoch ist objektiv und konkret und manifestiert sich erst beim tatsächlichen Verkauf.
Quelle Wikipedia etc.
FinGeändert von hugo (07.04.2013 um 17:39 Uhr)
VG
Udo
Rolex Regenjacke Navi im Sc zu verkaufen
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07.04.2013, 15:42 #6Gesperrter User
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Wenn eine Breitling Datora um 185.000 Euro angeboten wird, ist m.M.n. sehr viel Phantasie im Spiel.
Der VK dürfte nicht wirklich an einem Verkauf interessiert sein,
maxmustermann: Mit beiden Aussagen hast Du vollkommen recht.
Ich kenne den Verkäufer nun schon einige Jahre und besuche ihn auch hin- und wieder. Natürlich weiß der Verkäufer, daß er diese Uhr zur Zeit nicht für 185000,- Ero verkaufen kann (obwohl ihm bereits ein Angebot nicht sehr weit davon entfernt vorlag).
Und mit der zweiten These hast Du auch recht, der Verkäufer ist tatächlich nicht wirklich an einem Verkauf interessiert, weil er weiß, daß er selbst für 185000,- Euro diese Uhr wohl kein zweites mal mehr zurück erwerben kann. Und er wäre ja gezwungen, das Geld wieder sofort in andere gleichwertige Uhren anzulegen, damit es nicht von Eurokrise und Sparerzwangsenteignung wie in Zypern aufgefressen wird. Und in überteuerte Rolex Massenmodele will der Verkäufer sein Geld nicht anlegen, weil er es dort auch nicht für sicher hält.
Der Verkäufer will mit solchen Angeboten nur darauf aufmerksam machen: "hoppla, da gibt es ja noch was anderes als Rolex Killy, was seltener und zumindest gleichwertig ist. Nur niemand kannt das bisher. Und eine Uhr zu 185000,- Euo wird zwanzig mal mehr angeklickt, als eine Uhr zu 30.000,- Euro.Geändert von walterbihari (07.04.2013 um 15:44 Uhr)
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01.05.2013, 13:25 #7GMT-Master
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