Das müssten wir jetzt jemanden fragen, der eine Pre War Martin D-28 hat, sie gut eingespielt gekauft hat und diese täglich spielt. Oder anders: Ich weiß es nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich ein Instrument irgendwann klanglich nicht mehr verändert, wenn man den Geigenvirtuosen glauben mag, die jede Stradivari an dem ihnen eigenen Klang auseinander halten und erkennen können. Das spricht zumindest für eine irgendwann eingetretene Stagnation.

Da ich gerne viele Gitarren habe, aber wenig Zeit, um alle einzuspielen, greife ich gerne auf a) gebrauchte Gitarren zurück oder b) auf Gitarren, die ooc schon gut klingen. Was in meinem Fall ja leicht ist, da ich hauptsächlich "Plastik"gitarren sammle. Die dann noch mit einer Carbondecke gepaart - perfekt. Kommen aus dem Koffer, brandneu, und klingen mehr oder weniger fertig. Wobei auch die sich noch einspielen, zum einen hat ja auch der Hals was beizutragen und zum anderen ist in der Carbondecke ja auch eine Holzdecke laminiert.

Was nichts dran ändert, dass meine Indian und Brazilian Rosewood-Gitarren wohl erst ihren klanglichen Zenit erreichen werden, wenn sie bei meinen Erben gelandet sind. Oder eben Leuten, die sie kräftig klingen lassen.