Hier, 300km hab ich an einem normalen Sonntag runtergerissen, nach Rom in einem Rutsch durchgefahren, nur Kaffee-, Tank- und Bieselpausen gemacht, das alles auf einer bockharten Shovel-E-Glide mit progressiven Federn vorne, einem ausgeschlagenen Gabellager und kurzen Stoßdämpfern hinten, die diese Bezeichnung wirklich nicht verdient haben.

Aber ich war auch noch jung.

Hier, nix gegen Fortschritt, auch nix gegen "zeitgemäße" (ich liebe dieses Wort) Motoren, aber für mich gehören zu einer Harley Rasseln und Rütteln, Schrauben, die sich ohne "Loctite bombenfest" verselbstständigen, eine Kette (zumindest hinten) und Öl, das immer und allzeit daran erinnert, dass man da war. Und keine Einspritzung, Riemenantriebe, gummigelagerte Motoren und Blinker, die sich nach dem Abbiegen selbst ausschalten. Darf und kann jeder fahren, würde ich heute wahrscheinlich auch, aber zumindest sollten Fahrer solcher weichgespülter, auf Alteisen getrimmter Mopeds nicht so tun, als hätten sie gerade die Nevada mit bloßem Arsch und ohne Sattel durchquert.


Hihi,
euer Kurt