Verwandte hatten ca. 1990 mal ein Ferienhaus an der Algarve gekauft. Die Lage war ganz nett, direkt am Fairway eines netten Golfplatzes und vor allem in einer ansonsten fast nur über Timeshare vermieteten Gated Community gelegen, so dass man sich um Bewachung, Reinigung und Gartenpflege von den nicht vernachlässigbaren Kosten abgesehen keine Sorgen machen musste. Die Vermietung wurde auch von dieser Community organisiert für die Zeiten, in denen man nicht selbst ins Haus wollte und das hat auch immer gut geklappt. Tatsächlich hat die Vermietung etwa das doppelte der laufenden Unterhaltskosten eingebracht, was aber vor dem Hintergrund des Kaufpreises als ausgesprochen schlechte Rendite anzusehen war.
Im Grunde war es Geldverbrennen, wie von Tobias beschrieben. Von ernsthafter Anlage konnte während des Besitzes keine Rede gewesen sein, jedes Sparbuch hat mehr Rendite abgeworfen.
Interessant wurde die Sache 2005 oder 2006, als wegen des immer gleichen und deshalb langweilig gewordenen Urlaubsziels das Haus verkauft werden sollte. Zwischenzeitlich waren die Immobilienpreise in der Region so enorm angezogen, dass plötzlich ganz ernsthaft Geld für das Haus geboten wurde. Tatsächlich kam nach dem Verkauf eine Rendite von fast 10% über die Laufzeit raus, so die Rechnung des Verwandten.
Dass die Sache total anders ausgehen kann, hat sich letztes Jahr gezeigt: Da hat der damalige Käufer das Haus wieder verkauft, für knapp mehr als die Hälfte seines ursprünglichen Kaufpreises.
Es ist halt immer Glück, ob der Markt gerade komplett überhitzt ist. Wenn nicht ist eine Ferienwohnung praktisch immer Geldvernichtung.
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31.01.2011, 14:42 #1PREMIUM MEMBER
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31.01.2011, 14:58 #2Deepsea
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Ein Freund von mir hat um 1996 herum 750.000 DM für sein Ferienhaus in der Nähe von Altea bei Valencia bezahlt und es vor drei Jahren
für 750.000 Euro verkauft.
Aktuell geht fast gar nichts im Bereich unter 500.000 Euro....fast tot der Markt....die Anzahl der Makler vor Ort hat
sich mehr als halbiert....so seine Aussage letzte Woche...
Er meinte, wenn er sein ehemaliges Haus heute verkaufen müsste...allerhöchstens 350.000 Euro, wenn man einen Käufer findet...
Gruss
MartinGeändert von Drevodom (31.01.2011 um 15:00 Uhr)
Unterstelle nie Bösartigkeit,
wo Dummheit als Erklärung ausreicht.
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