Ich halte eine Stoppfunktion, die man unvorbereitet in Betrieb nehmen kann, für wesentlich wichtiger als einen Sekundenstopp!

Eine Stoppuhr braucht man auch für Kurzzeitmessungen, aber die Anzeige der lokalen Zeit auf die Sekunde genau braucht nicht einmal ein häufiger Eisenbahnfahrer wie ich.

Wichtig ist, dass die Uhr gut regliert ist und das Gangverhalten nicht plötzlich ändert. Wichtig ist auch, dass man die Uhr zwei oder mehr Wochen laufen lassen kann, ohne sie neu einzustellen. 5 Sekunden pro Tag ergibt bei monatlicher Einstellung in die richtige "Richtung" eine maximale Abweichung von 1 1/4 Minuten. Geht doch. Und wer Angst hat vor dem grossen Vergessen und Zu-Spät-Kommen, eher Vorgang... (Mitteleuropäische Genauigkeit möchte ich das mal neutral nennen.)


Die Sekundengenauigkeit täglich von einer mechanischen Uhr zu fordern ist eher etwas krank. Und wer's braucht, hat eine Funkuhr.

Der Sekundenstopp hat übrigens wesentlich höhere Servicefrequenzen bei Leuten zur Folge, die die Uhr häufig neu einstellen. Da brauchts jedenfalls eine gute Kronendichtung und nicht eine Verschraubung der Drücker.