Sorry für mein wohl falscher Tip, hatte ich mal von einem Uhrmachermeister und es gibt wohl auch noch Firmen wie Glashütte Original oder Hublot die davon abraten. Rolex macht es wohl nicht aus, wie auch dieser Artikel nachfolgend beschreibt:

Gruß
Peter


Zeitumstellung
Darf man Uhren zurückdrehen?
Samstag, 24. Oktober 2009 06:22 - Von Nora Kusche

Stellen Sie Ihre Uhr eine Stunde zurück! So steht es pünktlich zur Zeitumstellung in der Zeitung. Aber ist das zu verantworten? "Uhren darf man nur im Uhrzeigersinn stellen", lautet eine Volksweisheit, "Stellt man die Uhrzeiger rückwärts, ist das Uhrwerk ruiniert."

Rufen die Zeitungen also alljährlich zur Massendestruktion auf? So dramatisch ist es nicht. Der Züricher Uhrmacher Sandro Bösch entzaubert den Mythos des hochsensiblen Zeitmessers: "Seine Armbanduhr eine Stunde zurückzustellen, ist eigentlich kein Problem."

Allerdings könne bei einigen wenigen Uhrentypen die Schaltung des Datums dazwischenfunken. "Wenn man die Zeitanzeige zurückdreht, während Zahnrädchen an der Datumsanzeige drehen, kann es zu Störungen kommen. Vorwärts passiert nie etwas", erklärt Bösch.

Das Innenleben der Uhr mit all den Rädchen, Hebeln und Federn ist komplex: Nur jeder einzelne Uhrmacher kann sagen, wie genau das Zusammenspiel von Datumsschaltung und Zeitanzeige bei seiner Uhr funktioniert.

Die traditionsreichen Schweizer Uhrenhersteller Rolex und Omega sind sich der Stabilität ihrer Modelle sicher. Bei diesen sei die Umstellung der Zeit jederzeit und in jede Richtung möglich. Ein Uhrmacher von Rolex erklärt warum: Bei ihren Uhren seien die Datumsschaltung und die Zeitanzeige flexibel mit einer Feder verbunden. Wenn man nun das Rädchen der Zeitanzeige betätige, werde diese von der Datumsschaltung entkoppelt. So kämen sich die Mechanismen nicht mehr in die Quere. Außerdem haben die Rolex-Modelle keine Zusatzmechanismen wie einen ewigen Kalender oder das Anzeigen von Mondphasen. Hier gilt: Je mehr Funktionen eine Uhr hat, desto anfälliger ist die Technik.


Viele Hersteller raten ihren Kunden vom Rückwärtsdrehen ab, denn "sicher ist sicher". So auch die sächsische Uhrenmanufaktur Glashütte Original oder der schweizerische Hersteller Hublot. "Eine Uhr ist zum Vorwärtslaufen konstruiert, also wird sie auch vorwärts gestellt. In ein Diesel-Auto füllen Sie ja auch kein Benzin", beschreibt Christina Hentschel von Glashütte Original die Strategie. Stefan Schneider, Uhrmacher von Hublot, rät ebenfalls zur Vorsicht: Da die Datumsschaltung immer nachts passiert, sollte man zwischen 21 und ein Uhr die Finger von seiner Uhr lassen.

Oder jedes Risiko ausschließen und seine Uhr diesen Sonntag 23 Stunden vordrehen anstatt eine zurück, denn "vorwärts geht immer".